FCK-Neuzugang Erik Durm will wieder kicken

Fußball | 2. Liga FCK-Neuzugang Erik Durm freut sich auf Saumagen und "Lewwerworscht"

Stand: 23.06.2022 12:13 Uhr

Mit Erik Durm hat der 1. FC Kaiserslautern einen weiteren prominenten Neuzugang präsentiert. Der Weltmeister von 2014 kehrt zurück in seine pfälzische Heimat, die er auch wegen der kulinarischen Köstlichkeiten schätzt.

Gespielt hat Erik Durm noch nie für den 1.FC Kaiserslautern. Während der Weg für viele talentierte Jungs aus der Region damals zwangsläufig ins Nachwuchsleistungszentrum der Roten Teufen auf den Fröhnerhof führte, zog es den vor 30 Jahren in Pirmasens geborenen Durm aus Rieschweiler zunächst ins Saarland, in die Jugend des 1. FC Saarbrücken.

FCK-Neuzugang Erik Durm hätte gerne schon früher auf dem Betzenberg gespielt

Durm: "Dann wäre ich vielleicht schon viel früher in Kaiserslautern gewesen"

"Wenn ich ein Angebot bekommen hätte, wäre ich vielleicht schon viel früher in Kaiserslautern gewesen", sagt Durm im Interview mit SWR Sport, "jetzt zum Ende der Karriere freue ich mich riesig auf die Aufgabe".

Erik Durm beim FCK: "Fühlt sich an wie nach Hause kommen"

Damals, 2010, ging es aus Saarbrücken nach Mainz, wo der Außenverteidiger erst in der A-Jugend der 05er, dann in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga eingesetzt wurde. Hier bewies der Abwehrspieler erneut auch seine Offensivqualitäten, erzielte in der Saison 2011/12 insgesamt 13 Treffer - was ihm zuvor bereits mit dem 1. FC Saarbrücken in der A-Jugend gelungen war.

Dortmund, Huddersfield, Frankfurt, Kaiserslautern

Der Rest dürfte zumindest den vielen Fußballexperten im Lande bekannt sein. Aus Mainz wechselte Erik Durm trotz eines Profiangebots 2012 nach Dortmund, bei der Borussia schaffte er dann nicht nur sehr schnell den Sprung ins Bundesligateam, sondern auch in die Nationalmannschaft. Sieben Länderspiele weist die Statistik aus, beim Höhepunkt, dem Gewinn des Weltmeistertitels in Brasilien, kam Durm aber genauso wie Matthias Ginter und Kevin Großkreutz, nicht zum Einsatz.

Bei der Eintracht zuletzt außen vor

2017 gewann der Pfälzer mit dem BVB den DFB-Pokal. Nach der Zeit in Dortmund folgte eine Saison in der englischen Premier League, bei Huddersfield Town, bevor es zurück nach Deutschland zu Eintracht nach Frankfurt ging. Hier spielte Erik Durm im Team von Trainer Oliver Glasner zuletzt aber keine Rolle mehr, der letzte Pflichtspieleinsatz liegt sieben Monate zurück.

"Ich habe gut trainiert, mich fit gehalten und nie den Kopf in den Sand gesteckt und will endlich wieder kicken und Spaß haben", sagt Durm, der verspricht, auf dem Betzenberg "alles rauszuhauen", nach dem Motto "grätschen und fighten".

"Das oder sonst nichts"

Trotz der Premiere im Trikot des 1.FC Kaiserslautern ist der Wechsel für Erik Durm so etwas wie die Rückkehr nach Hause. "Meine Familie, meine Freunde, die wohnen alle hier. Ich bin als kleiner Junge mit meinem Vater hoch auf den Betze, der FCK war der Hauptgrund, warum ich angefangen habe Fußball zu spielen."

Noch heute erinnert sich der 30 Jährige gerne an die großartige Atmosphäre auf dem Betzenberg - an die Bilder mit dem Brasilianer Ratinho oder an das Trikot von Ciriaco Sforza mit schwarzem Kragen. Deshalb war für ihn auch sehr schnell klar, als die Anfrage kam: "Das oder sonst nichts, der FCK ist für mich eine Herzensangelegenheit."

Rückkehr in die Heimat

Große Anpassungsprobleme sollte es für Erik Durm nicht geben. Noch wohnt er zusammen mit seiner dänischen Frau, der dreijährigen Tochter und dem einjährigen Sohn in Frankfurt. Was sich aber bald ändern dürfte. "Ich habe ein Haus in der Heimat stehen und freue mich, dass ich demnächst auch meinen Kindern den Betzenberg zeigen kann."

Worauf sich Erik Durm in seiner Heimat am meisten freut...

Den Berg, auf den Erik Durm schon als Kind gepilgert ist. Und auch kulinarisch ist der Pfälzer froh, wieder zurück zu sein. In reinster Mundart fügt er an: "Uff a guuda Saumagen oder Lewwerworscht freu ich mich natürlich auch."