Ex-Profi Markus Karl über den Betzenberg: "Zusammenhalt hier ist einfach mega!"

Markus Karl - Ex-FCK-Profi und Fan des Traditionsclubs

Neue Podcast-Folge "Nur der FCK"

Ex-Profi Markus Karl über den Betzenberg: "Zusammenhalt hier ist einfach mega!"

Früher stand er selbst auf dem heiligen Rasen des Fritz-Walter-Stadions. Heute feuert Ex-Profi Markus Karl die Roten Teufel als Fan an. Wie er die momentane Situation beim FCK einschätzt, hat er SWR Sport in der neuen Folge des SWR Sport Podcasts "Nur der FCK" verraten.

Seine Zeit als Spieler des 1. FC Kaiserslautern ist schon lange vorbei. Von 2013 bis 2016 schnürte Markus Karl seine Fußballschuhe auf dem Betzenberg. Doch auch nach seinem damaligen Wechsel zum SV Sandhausen und bis heute, ist der gebürtige Niederbayer dem FCK und der Stadt Kaiserslautern treu geblieben. Als Fan drückt er den Roten Teufel weiterhin die Daumen. Wenn er über den FCK spricht, dann spricht Karl von "wir". Seine Familie hat ihren Lebensmittelpunkt weiterhin in der Barbarossastadt.

Der Mythos Betzenberg

Was genau ihn an Kaiserslautern und dem FCK fasziniert, beschreibt Markus Karl in der neuen Folge des SWR Sport Podcasts "Nur der FCK" so: "Das ist halt irgendwo der Mythos Betzenberg. Das hört sich abgedroschen an, aber es ist halt einfach so. Jeder, der hier gespielt hat und sich mit dem Verein identifiziert hat und das habe ich, der versteht das. Der Zusammenhalt hier ist einfach mega."

Ex-Spieler Markus Karl: "Der Zusammenhalt beim FCK ist einfach mega!"

32:49 Min. Verfügbar bis 03.08.2022


Dass Karl sich in Kaiserslautern besonders wohl fühlt, hat er schon zu seiner aktiven Zeit beim FCK immer wieder betont. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er gerne noch länger auf dem Betze gespielt hätte - doch das wollten die damals Verantwortlichen offenbar nicht. Stattdessen verdiente er seine Brötchen für vier Jahre in Sandhausen, bevor er seine Karriere im vergangenen Jahr wegen einer schweren Knieverletzung beenden musste.

Markus Karl kickt beim SV Alsenborn in der A-Klasse

Ganz ohne Fußball geht es übrigens auch für Markus Karl nicht. Nach erfolgreicher Reha ist das Knie wieder in Ordnung und er hat sich dem einst von Fritz Walter beratenen Traditionsverein SV Alsenborn angeschlossen. Dort kickt er als spielender Co-Trainer in der A-Klasse und will den Jungs in seiner Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen. Chefcoach der Alsenborner ist übrigens auch ein ehemaliger Roter Teufel: Thomas Riedl.

Fehlt dem FCK die Demut?

Wenn er seine Stationen Kaiserslautern und Sandhausen vergleicht, sagt Karl: "Der FCK könnte sich in manchen Dingen etwas von der Demut von Sandhausen abschneiden. Es ist aber trotzdem nicht zu vergleichen. Ich denke, wenn du vor der vollen Westkurve stehst oder in Sandhausen im Stadion, dann fehlen da schon noch ein paar Prozent."

Den Saisonstart hatten sich die FCK-Fans und auch Trainer Marco Antwerpen sicher anders vorgestellt. Nach zwei Spielen haben die Roten Teufel erst einen Punkt auf dem Konto und konnten noch kein Tor schießen. Gerade der Start in eine neue Saison ist nach Ansicht von Markus Karl entscheidend: "Wenn du jetzt in Berlin punkten kannst, kannst du ihn vielleicht noch halbwegs retten. Aber es ist natürlich immer Druck hier in der Stadt, das wissen wir alle."

"Ich glaube fest daran, dass wir unter den ersten fünf mitspielen werden."

Quelle: Ehemaliger FCK-Profi Markus Karl

FCK muss konstant punkten

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Mannschaften mit dem größten Lauf aufsteigen. Deshalb sei es jetzt besonders wichtig, in so einen Lauf hineinzukommen. "Wenn man über einige Spiele konstant punktet, dann dreht sich das hier ganz schnell in die richtige Richtung." Er glaube fest daran, dass der FCK unter den ersten fünf mitspielen werde und die Mannschaft sich findet, so der Ex-Profi.

Markus Karl ist davon überzeugt, dass es für den Erfolg besonders wichtig ist, dass man beim FCK in Ruhe arbeiten kann. Das sei während der Vorbereitung endlich wieder möglich gewesen. "Das, was die letzten drei Jahre hier abgelaufen ist, war natürlich schon sehr grenzwertig und beeinflusst natürlich den ganzen Verein und die Spieler selbst auch."

Bis zu 20.000 Fans beim Pokal

Am kommenden Montag können sich die FCK-Fans nach langer Zeit mal wieder auf einen echten Leckerbissen freuen. In der ersten Runde des DFB-Pokals kommt es zum Traditionsduell mit Borussia Mönchengladbach auf dem Betzenberg. Bis zu 20.000 Zuschauer werden das Spiel, dank Ausnahmegenehmigung, im Stadion verfolgen können. Für Ex-Kicker Markus Karl ist die Marschroute klar: "Du hast nix zu verlieren, das ist das Schöne. Ich glaube schon, dass wir durchaus eine Chance haben, auch wenn es eine kleine ist."

SWR | Stand: 04.08.2021, 14:34

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