Corona-Verordnung: Diese neuen Möglichkeiten haben Fußball-Fans

Hand hält Smartphone mit digitalem europäischen Impfpass in der voll besetzten Mercedes-Benz-Arena

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Corona-Verordnung: Diese neuen Möglichkeiten haben Fußball-Fans

Die neue Corona-Verordnung bietet Fußball-Fans in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ganz neue Möglichkeiten. Darauf können sich die Stadion-Gänger einstellen.

Eines vorweg: Da die Landesverordnung erst am 15. Oktober in Kraft tritt, ändert sich für den Stadionbesuch am kommenden Wochenende nichts. Zu kurz wäre die Zeit für die Vereine, um auf die neuen Regelungen zu reagieren. Die kommenden Heimspiele des SC Freiburg (gegen RB Leipzig am Samstag) und der TSG Hoffenheim (gegen den 1.FC Köln am Freitag) werden somit noch nach den bekannten Richtlinien stattfinden. Beide Vereine werden voraussichtlich in den nächsten Tagen über mögliche Änderungen beraten.

Das 2G-Modell in Cannstatt

Anders sieht es hingegen beim kommenden Heimspiel des VfB Stuttgart aus. Schon vor einigen Tagen stellte der Verein sein neues Konzept vor und lässt gegen Union Berlin nur noch Genesene und Geimpfte ins Stadion, dafür dürfen sie wieder 60.000 Zuschauer hineinlassen. Möglich wird dies durch das 2G-Optionsmodell, welches die Landesregierung in der neuen Verordnung erklärt. Demnach haben die Vereine die Wahl, entweder mit 3G vor weniger Zuschauern zu spielen oder getestete Personen außen vor zu lassen, um im Gegenzug wieder voll auslasten zu können. Das ist aber nur bei der untersten Corona-Warnstufe erlaubt.

Ausnahmen

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, benötigen ein ärztliches Attest und einen tagesaktuellen und zertifizierten negativen Test - ob Antigen-Schnelltest oder PCR-Test ist egal.

Schülerinnen und Schüler sind unabhängig von Schulart und Alter ganz von der 2G-Regelung ausgenommen, müssen dafür allerdings bei Großveranstaltungen einen gültigen Schülerausweis oder eine Bescheinigung ihrer Schule dabeihaben. Jugendliche bis 17 , die nicht mehr zu Schule gehen, sind davon ausgenommen. Sie müssen weiterhin einen negativen Test vorweisen, um ins Stadion zu können.

Neue Freiheit

Mit den vielen Voraussetzungen fallen aber auch altbekannte Regeln weg: Die Maskenpflicht und Abstandsregeln im Innenraum entfallen im neuen 2G-Modell. Nur bei der Einlasskontrolle müssen die Zuschauer noch Masken tragen. Ob die Vereine 2G- oder das bekannte 3G-Modell für Heimspiele anwenden, können sie selbst entscheiden.

Vorreiter aus Mainz

Auch in Mainz erlebten die Zuschauer gegen Union Berlin die Premiere einer neuen Regelung: Das "2G+Modell" gilt beim FSV seit dem 03. Oktober. Die Rheinhessen haben große Teile des Stadions für Geimpfte und Genesene freigegeben, die dafür weder Abstand halten, noch Masken tragen müssen - lediglich in einem Sektor des Stadions können maximal 1.000 getestete Fans sitzen, dafür mit Abstand. Die Maske dürfen sie nur am Platz abnehmen.

SWR | Stand: 14.10.2021, 16:46

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