Angelique Kerber: "Stuttgart ist immer in meinem Kalender!"

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Angelique Kerber: "Stuttgart ist immer in meinem Kalender!"

Vom 17. bis 25. April sind in Stuttgart Weltklasse-Tennisspielerinnen zu Gast, denn nach einem Jahr "Corona-Pause" findet der "Porsche Tennis Grand Prix" wieder statt.

Sieben Grand-Slam-Siegerinnen. 14 Spielerinnen aus den Top 20. Und mit der Australierin Ashleigh Barty die aktuelle Nummer eins der Welt erstmals dabei: Stuttgart bietet ein Starterfeld der Extraklasse. "Wir sind wie die zweite Woche eines Grand Slam Turniers", sagt Turnierdirektor Markus Günthardt nicht ohne Stolz. Neben Barty ist die Tschechin Petra Kvitova als Siegerin der letzten Ausgabe 2019 dabei.

Angelique Kerber: "Es wird eine erfolgreiche Woche für uns alle!"

Dazu die deutschen Topspielerinnen Angelique Kerber, Laura Siegemund und Andrea Petkovic. Einfache Erstrundengegnerinnen wird es nach der Auslosung am Sonntag (18. April) also nicht geben, ein Reiz, der auch auf die dreimalige Grand Slam Siegerin Kerber nach wie vor wie ein Magnet wirkt: "Die Spielerinnen können es kaum erwarten, wieder nach Stuttgart zu kommen", sagt Kerber, strahlt im "Warm up Talk" des Hauptsponsors und hält noch dazu fest: "Da sieht man einfach, wie wichtig dieses Turnier in unseren Kalendern ist!"

Angelique Kerber - dreimalige Grand Slam Siegerin 00:43 Min. Verfügbar bis 28.05.2021

Das "Rundum-sorglos-Turnier"

Damit das unberechenbare Infektionsgeschehen den Veranstaltern nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht, sind sie in Stuttgart von Beginn an kein Risiko eingegangen. Das Hygienekonzept ist eng mit dem Veranstalter Porsche, der Spielervereinigung WTA und den lokalen Behörden abgestimmt. Die Spielerinnen werden in ihrer "Bubble" abgesichert. Hotel, Tennisanlage, Hotel. "Viel dürfen wir nicht, aber wir sind ja froh, dass wir unseren Beruf ausüben dürfen", sagt auch die zweimalige Stuttgart-Siegerin Angelique Kerber wenige Tage vor Beginn.

Vorfreude auf Turnierstart trotz Corona-Bubble

00:53 Min. Verfügbar bis 28.05.2021


Frühe Entscheidungen = minimales Risiko

Turnierdirektor Markus Günthardt kann trotz steigender Corona-Zahlen gut schlafen. Gemeinsam mit den Veranstaltern wurde früh, wenn auch schweren Herzens, auch die Entscheidung gegen Zuschauer in der Halle getroffen. "Ich glaube wir sind bestens aufgestellt, den Mitarbeiterinnen und Spielerinnen Sicherheit zu bieten", umschreibt Günthardt seine Ruhe und Zuversicht.

Die frühen Entscheidungen haben den Veranstaltern auch Raum für Zukunftsexperimente gegeben. Das Schlagwort lautet: "Hybrides Event". In "normalen" Zeiten würde das bedeuten, dass die Fans zusätzlich digital mitgenommen würden. Mit Corona beginnt diese Zukunft jetzt. Digital ist die einzige Möglickeit, mit den Fans das Event-Gefühl zu teilen. Ein besonderes Bonbon mit Stargast: Julia Görges wird hinter den Kulissen - also aus der Bubble - für Social Media berichten. So taucht die Siegerin von 2011 kurz nach ihrem Rücktritt also schon wieder auf der Tennisbühne auf, wenn auch auf der anderen Seite.

Kerber mit Siegeslust statt Rücktrittsgedanken

Was Görges dann einer Angelique Kerber entlocken könnte, ließ Kerber mit einem Grinsen unbeantwortet stehen. Und verriet lieber von sich aus, dass sie in Zeiten wie diesen ungewöhnlich viele Bücher verschlungen habe. Oder dass das Reisegepäck kleiner ist, weil man ja eigentlich nur Sportklamotten brauche. Mit Ende des "warm-up-talks" ist Kerber schon wieder mit dem Kopf auf dem Platz, die letzten Tage der Sandplatz-Vorbereitung. Denn anders als für Görges ist der Rücktritt für sie noch kein Thema, "auch wenn diese Frage jetzt öfters mal kommt, ich werde halt älter", sagt sie und ist wieder zurück bei ihrem Fokus: der Vorfreude auf Stuttgart, wo sie als Gewinnerin von 2015 und 2016 auch mit 33 Jahren noch eines der Zugpferde des Turniers ist.

SWR | Stand: 13.04.2021, 20:36

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