Turbulente Schlussphase Kramaric vermiest dem VfB Stuttgart den Befreiungsschlag

Stand: 26.01.2023 00:00 Uhr

Im bis zum Ende spannenden Duell zwischen dem VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim gab es vier Tore und einen kuriosen Platzverweis.

TSG-Hoffenheim-Stürmer Andrej Kramaric vermieste dem VfB Stuttgart mit seinem Doppelpack (11./90 + 4.) den erhofften Befreiungsschlag bei der TSG Hoffenheim. Serhou Guirassy (45 + 5.) und Wataru Endo (77.) trafen beim 2:2 (1:1) für die Schwaben.

Lukas Stauss, Sportschau, 24.01.2023 22:38 Uhr

Hoffenheim schlägt eiskalt zu

Mit der ersten gefährlichen Aktion erzielte Hoffenheim den ersten Treffer: Angelino mit einer sehenswerten Direkt-Flanke aus dem Fußgelenk, Kramaric vollendete elegant per Volley mit den rechten Außenrist (11.).

Der VfB Stuttgart versuchte es immer wieder mit Schnittstellen-Pässen auf Guirassy. Doch die Hoffenheimer Dreier-Kette (Pavel Kaderabek, Kevin Vogt und Stanley Nsoki) konnte immer wieder entscheidend stören. Die Hoffenheimer Konter liefen jedoch ein ums andere Mal ins Leere.

VfB Stuttgart mit dem schmeichelhaften Ausgleich

Stuttgart wurde erst kurz vor der Pause so richtig gefährlich: Silas Schuss aus kurzer Distanz konnte TSG-Keeper Oliver Baumann nur abklatschen lassen. Doch der Nachschuss von Naouirou Ahamada rauschte am Tor vorbei und Guirassy kam mit seiner Grätsche nicht mehr an den Ball (45+1.). Wenige Minuten später wurde der Franzose auf Zuspiel von Ahamada erneut gefährlich und traf mit seinem sechsten Saison-Tor zum 1:1-Halbzeitstand. Schmeichelhaft.

Die zweite Halbzeit startete erneut mit einer gefährlichen Aktion der Hoffenheimer. Doch die Schüsse von Munas Dabbur und Ihlas Bebou wurden geblockt und die anschließende Flanke von Kaderabek war etwa einen halben Zentimeter zu hoch für Christoph Baumgartner (51.).

Auf Stuttgarter Seite sorgte der für Silas eingewechselte Juan José Perea für sehr viel Wirbel im Hoffenheimer Strafraum. Doch seine Hereingaben fanden häufig nicht den anvisierten Abnehmer und dann kam der Kolumbianer einen Tick zu spät, um den scharfen Querpass von Chris Führich zu verwerten (69.). Zwei Minuten später versuchte es Führich selbst, sein Schuss war jedoch zu zentral.

Endo schießt den VfB Stuttgart in Führung

In der Schlussphase wurde Stuttgart immer stärker und belohnte sich mit der verdienten Führung. Erneut war es Perea, der mit dem Ball in den Hoffenheimer Strafraum eindrang. Über Ahamada kam der Ball zu Endo. Der Japaner schoss überlegt in den oberen rechten Torwinkel (77.).

Kersten Eichhorn, Sportschau, 24.01.2023 23:15 Uhr

Dann wurde es kurios: Weil der bereits verwarnte Ahamada nach dem Tor in der Stuttgarter Fankurve jubelte, sah er von Schiedsrichter Florian Badstübner die Gelb-Rote Karte.

Labbadia nimmt Ahamda in Schutz - "Fußball ist Leidenschaft"

Sportschau

Hoffenheim nutzte die Überzahl für wütende Angriffe auf das Stuttgarter Tor. Doch die Stuttgarter Viererkette hielt dem Druck im Verbund mit dem gut aufgelegten Torwart Florian Müller stand - bis zur Nachspielzeit. Dann schlenzte Kramaric den Ball von der Strafraumkante gekonnt zum glücklichen Ausgleich ins Stuttgarter Tor.

Kersten Eichhorn, Sportschau, 24.01.2023 23:16 Uhr

Stuttgart stürzt Hoffenheim in die Krise

Nach dem 2:2 springt der VfB Stuttgart vom Relegationsplatz und steht mit nun 16 Punkten auf Platz 14. Die TSG Hoffenheim ist mit 16 Punkten nur einen Platz besser. Für die Kraichgauer war es bereits das siebte sieglose Spiel in Serie.

Der VfB Stuttgart muss bereits am Freitagabend (27.01.2023, 20:30 Uhr) bei RB Leipzig antreten. Hoffenheim muss am Samstag (28.01.2023, 15:30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach antreten.

TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart 2:2 (1:1)

Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Vogt (46. Dabbur), Nsoki - Skov (28. Akpoguma), Rudy (82. Dolberg), Stiller (75. Damar), Angelino - Baumgartner, Kramaric - Bebou (82. Bischof)
Trainer: Breitenreiter
Stuttgart: Florian Müller - Anton, Mavropanos, Ito, Nartey - Karazor - Ahamada, Endo - Katompa Mvumpa (58. Perea), Guirassy (85. Vagnoman), Tomas (34. Führich)
Trainer: Labbadia
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)
Tore: 1:0 Kramaric (11.), 1:1 Guirassy (45.+5), 1:2 Endo (77.), 2:2 Kramaric (90.+4)
Zuschauer: 23.159