Nach Henke-Tritt gegen Saibene: DFB ermittelt

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Nach Henke-Tritt gegen Saibene: DFB ermittelt

Das 1:1 (1:0) des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC Ingolstadt hatte noch ein unschönes Nachspiel. Auf den TV-Bildern klar zu sehen: Ingoldstadts Sportdirektor Michael Henke trat FCK-Coach Jeff Saibene in die Hacken. Nun ermittelt der DFB.

Das 1:1 (1:0) des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC Ingolstadt hatte noch ein unschönes Nachspiel. Auf den TV-Bildern klar zu sehen: Ingolstadts Sportdirektor Michael Henke trat FCK-Coach Jeff Saibene in die Hacken. Nun ermittelt der DFB.

Gegenüber SWR Sport bestätigte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Hans E. Lorenz, dass der DFB die Ermittlungen aufgenommen habe. Saibene und Henke seien aufgefordert worden, eine Stellungnahme abzugeben.

Was war passiert? Zunächst hatte sich zwischen den Roten Teufeln und den Bayern vor 2905 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion ein hitziges Spiel entwickelt. Marvin Pourié brachte den FCK nach zehn Minuten per Hacke in Führung. Ingolstadts Cannigia Elva sah wegen einer Tätlichkeit in der 65. Minute die Rote Karte. Trotzdem gelang den Gästen der Ausgleichstreffer durch Filip Bilbija (76.). Beide Teams hatten zahlreiche Gelegenheiten für mehr Treffer, ließen diese jedoch aus.

Michael Henke tritt nach Jeff Saibene 00:53 Min. Verfügbar bis 06.12.2020

Schad wohl schwerer verletzt

Kurz vor Spielende verletzte sich dann FCK-Abwehrspieler Dominik Schad schwer. Der 23-Jährige ging in einem Zweikampf in der Nachspielzeit zu Boden, sein Gegenspieler Rico Preißinger fiel unglücklich auf das Bein des Lauterers, das wegknickte. Schad musste nach längerer Behandlung vom Platz getragen werden.

Die Stimmung an der Seitenlinie war also aufgeladen, auch für Saibene dürfte das Spiel ein emotionales Auf und Ab gewesen sein. Nach dem Spiel kam es dann zu heftigen Diskussionen am Mittelkreis, in dem der FCK-Coach, Henke, einige Spieler und auch die Schiedsrichter involviert waren. Dabei kam es zu einem Tritt von Henke in Richtung Saibene. Danach verschwand der FCI-Sportdirektor schnell vom Ort des Geschehens, während sich der Luxemburger fürchterlich aufregte und sogar von den Spieler zurückgehalten werden musste.

Highlights: FCK - Ingolstadt 1:1 06:20 Min. Verfügbar bis 20.10.2021

"Ein kleines Gerangel"

Ein wenig später hatte auch Saibene durchgeatmet. Der Kaiserslauterer Trainer zeigte sich auf der Pressekonferenz schon wieder entspannt: "Es ist nicht der Rede wert, es war ein kleines Gerangel. Ich habe einen Tritt von ihm gespürt, aber es ist komplett harmlos."

"Das war vielleicht besser für Henke!"

Bei "Magenta Sport" war Saibene kurz zuvor noch mit den Bildern konfrontiert worden, wie er hinter Henke her wollte, aber daran von den Spielern gehindert worden war. Dazu hatte der Luxemburger mit einem Lächeln gemeint: "Das war vielleicht besser für Henke!" Wenig zuvor hatte er noch deutlich angesäuerter reagiert: "Sie haben es ja gesehen, die Bilder: Kein Kommentar", hatte er gesagt. Auf Nachfrage, ob er Henke danach nochmals gesehen oder gesprochen habe, sagte er: "Ich muss ihn auch nicht sehen. Das sagt alles aus. Kein Problem. Alles gut!"

Für Saibene und seine Mannschaft war das vierte Remis im vierten Spiel unter dem neuen Trainer jedenfalls ein Rückschlag. Noch immer warten die Roten Teufel auf den ersten Saisonsieg - mittlerweile sind sechs Spieltage in der 3. Liga absolviert. Den nächsten Anlauf nimmt der FCK am Samstag beim SV Meppen.

SWR | Stand: 23.10.2020, 11:54

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