Viktoria startet spektakulär - und kann doch wieder nicht gewinnen

Lukas Pinckert von Viktoria Berlin im Duell gegen Türkgücü. / imago images/Matthias Koch

0:0 gegen Türkgücü München

Viktoria startet spektakulär - und kann doch wieder nicht gewinnen

Viktoria Berlin hat in der Dritten Liga die erhoffte Trendwende verpasst. Gegen den Tabellen-Sechszehnten Türkgücü München kam der Aufsteiger nicht über ein 0:0 hinaus. Wirklich überzeugen konnten die Berliner nur in den ersten zehn Spielminuten.

Fußball-Drittligist Viktoria Berlin hat am Samstagnachmittag den erhofften Heimsieg gegen Türkgücü München verpasst. Der Aufsteiger kam vor 574 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen den Tabellen-Sechszehnten nicht über ein 0:0 hinaus. Die Berliner liegen damit zwar nach starkem Saisonstart mit 23 Punkten als Neunter noch im Tabellenmittelfeld, holten aus den letzten zehn Spielen jedoch nur einen Sieg.

Spektakel zum Start

Die Vorgabe von Benedetto Muzzicato war klar: Festhalten an der eigenen Spielidee - auch wenn der zuletzt wenig Ertrag gebracht hatte. Und so dürfte dem Trainer der offensive (Kombinations-)Fußball bestens gefallen haben, den seine Mannschaft in den ersten Minuten zeigte. Die Himmelblauen fegten förmlich über Türkgücü hinweg. Lukas Pinckert traf nach einer Ecke von Enes Küc per Direktabnahme die Latte (4.), Björn Jopek zielte aus zehn Metern neben das Tor (6.) und Gästekeeper Franco Flückiger wurde erst von Pasqual Verkamp warmgeschossen (7.) und glänzte dann im Eins-gegen-Eins gegen Christopher Theisen (10.). Es war wilder Spektakel-Fußball von Viktoria - mit einem Manko: Der Treffer fehlte. Bei Türkgücü sorgte in dieser Phase einzig Sercan Sararer für Gefahr (9.).

Plötzlich passiert vor den Toren nichts mehr

"Unser System ist so ausgelegt, dass wir immer vorne Druck machen. Das größte Problem ist, dass wir uns dafür nicht belohnen", sagte auch Pinckert in Halbzeitpause bei der Pay-TV-Plattform Magenta Sport. Zur Wahrheit gehörte jedoch auch: Nach zehn furiosen Minuten flachte das Spiel ab. Aus Sturm- wurde nun Leerlauf. Bis zur Pause gab es keine Situation mehr, die die Bezeichnung Torchance verdient gehabt hätte.
 
Nach der Pause erwachte das Spiel wieder aus dem Schlaf-Modus. Und es war - wie schon zu Beginn der ersten Hälfte - Pinckert, der die erste Chance hatte. Über die rechte Seite drang der 24-Jährige in den Strafraum ein und schoss aus spitzem Winkel zwar Keeper Flückinger durch die Beine, aber nicht ins Tor (49.). Es folgte jedoch dieses Mal keine Offensive-Drangphase der Hausherren. Ganz im Gegenteil: Es sollte die letzte Top-Gelegenheit für den Drittliga-Aufsteiger in dieser Begegnung bleiben.

Lewald sieht Gelb-Rot

Die Gäste aus München waren nun offensiv besser im Spiel als noch im ersten Durchgang, aber: Zu tun bekam Viktoria-Torhüter Krahl dennoch nichts. Weder Sararer (51.) von der linken Seite noch Philip Türpitz zentral aus der Distanz (60.) brachten ihre Abschlüsse aufs Tor.
 
Es schien alles auf ein - unspektakuläres wie leistungsgerechtes - 0:0 hinauszulaufen, ehe es Jakob Lewald noch einmal spannend machte: Nach einem Foul gegen Türkgücüs Eric Hottmann flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Dem Tabellen-Sechszehnten gab das noch einmal spürbar Auftrieb - und die Angriffe wurden drängender. Viktoria musste nun doch ein wenig zittern - und das bis in die dritte Minute der Nachspielzeit: Da schoss Albion Vrenezi ganz knapp rechts vorbei.

Sendung: rbb UM6, 04.12.2021, 18:15 Uhr

rbb | Stand: 04.12.2021, 16:15

Darstellung: