Union verliert zum Auftakt der Conference-League-Gruppenphase

Unions Christopher Trimmel beim Conference-League-Spiel in Prag (imago images/O.Behrendt)

1:3 bei Slavia Prag

Union verliert zum Auftakt der Conference-League-Gruppenphase

Beim Auftakt zur Gruppenphase der Conference League hat Union Berlin bei Slavia Prag mit 1:3 verloren. Dabei war die Mannschaft nach einer gelb-roten Karte für Paul Jaeckel fast 50 Minuten in Unterzahl - und trotzdem lange Zeit nicht chancenlos.

Union Berlin hat im ersten Gruppenspiel der European Conference League mit 1:3 beim amtierenden tschechichen Meister Slavia Prag verloren. Die Tore erzielten Alexander Bah (18.), Jan Kuchta (84.) und Ivan Schranz (88.) für Prag sowie Kevin Behrens (70.) für den Berliner Fußball-Bundesligisten.
 
Nach einer gelb-roten Karte für Unions Innenverteidiger Paul Jaeckel waren die Berliner nur noch zu zehnt. Aufgrund der Niederlage liegt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer vorerst auf dem letzten Platz der Gruppe E, nachdem sich Maccabi Haifa und Feyenoord Rotterdam am frühen Abend mit 0:0 getrennt hatten.

Der Spielverlauf

Union kam gut in die Partie, dominierte das Spielgeschehen in den ersten zehn Minuten und hatte durch Max Kruse auch die erste Torchance. Nach einem gehörigen Durcheinander im Prager Strafraum kam der Ball eher zufällig zu Berlins Nummer zehn. Dessen Linksschuss aus etwa zwölf Metern ging jedoch am linken Pfosten vorbei.
 
Im Anschluss drehten sich die Kräfteverhältnisse. Slavia übernahm zunehmend die Kontrolle. Ibrahim Traore zwang Unions Andreas Luthe in der 12. Minute von halblinks zu einer Glanzparade. In der 18. Minute schließlich ging ein abgefälschter Distanzschuss der Prager nur knapp neben das Tor. Die anschließende Ecke jedoch verwandelten die Gastgeber zur Führung: Nach einer unzureichenden Kopfball-Abwehr von Berlins Robin Knoche nutzte Alexander Bah die Schusschance. Der mehrfache Aufsetzer aus circa 18 Metern war nicht sonderlich hart, dafür umso platzierter und spät zu sehen für Unions Torhüter Andreas Luthe.
 
Die Berliner kamen erst in der 31. Minuten zu ihrer nächsten Chance. Nach schönem Steilpass von Robin Knoche auf Max Kruse versuchte dieser mit einem Querpass Sturmpartner Taiwo Awoniyi zu finden. Doch der Nigerianer verpasste knapp. Ab der 39. Minute schließlich war Union nur noch zu zehnt. Innenverteidiger Paul Jaeckel sah nach einem taktischen Foul die gelb-rote Karte.

Trotz Unterzahl zum Ausgleich

Die zweite Halbzeit begann mit einem Distanzschuss von Prags Traore (48.) knapp über das Tor. Union fand nun allerdings trotz Unterzahl besser ins Spiel und hatte die nächste Chance. Rani Khedira (54.) setzte eine Direktabnahme nach Kruse-Hereingebe allerdings knapp über das Tor. Urs Fischer reagierte, wechselte gleich vier Mal und kam in der 70. Minute zum Ausgleich. Auf der rechten Seite war der neu ins Spiel gekommene Sheraldo Becker der Prager Abwehr entwischt, gab flach in die Mitte und fand dort den freistehenden Kevin Behrens, der vom Elfmeterpunkt aus eiskalt verwandelte.
 
Slavias Versuche, die erneute Führung zu erzielen, gerieten anschließend ziellos - und mündeten dann doch im 2:1 in der 84. Minute. Robin Knoche fälschte einen an sich harmlosen Distanzschuss direkt vor die Füße von Jan Kuchta, der aus fünf Metern keine Mühe hatte, das Tor zu erzielen. Vier Minuten später erhöhte Ivan Schranz nach einem Konter und aus zehn Metern zum 3:1-Endstand.

Die Kurzanalyse

Union konnte spielerisch nur in der Anfangsphase überzeugen, danach erstickten die Prager nahezu sämtliche Versuche eines Berliner Aufbauspiels. Bei eigenem Ballbesitz zog Slavia die Gäste weit auseinander, so dass die Mannschaft von Urs Fischer im Mittelfeld kaum Zugriff bekam. Mit der Führung für die Gastgeber und der gelb-roten Karte für Unions Paul Jaeckel schien die Angelegenheit vorzeitig erledigt. Doch Urs Fischers Vierfach-Wechsel in der 59. Minute zeigte die erhoffte Wirkung.
 
Mit Sheraldo Becker, Grischa Prömel, Andreas Voglsammer und Kevin Behrens waren nun jede Menge Physis und Tempo im Spiel der Berliner. Beides wusste die Mannschaft beim Ausgleich, an dem nahezu alle Einwechselspieler beteiligt waren, zu nutzen. In der Folge hatte Union das Geschehen im Griff, ein Unentschieden schien zwangsläufig. Doch der von Robin Knoche so unglücklich abgefälschte Ball vor dem 2:1 für Slavia drehte die Partie erneut.

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Das Spiel im Liveticker

rbb | Stand: 16.09.2021, 21:24

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