UEFA sperrt zwei Zuschauerblöcke von Union Berlin

Union Berlin im Olympiastadion

Nach Antisemitismus-Vorfällen

UEFA sperrt zwei Zuschauerblöcke von Union Berlin

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Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin darf beim anstehenden Conference-League-Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam (4. November, 21 Uhr) zwei Stadionbereiche nicht mit Fans besetzen. Der europäische Fußballverband UEFA sanktioniert den Verein damit für das antisemitsche Verhalten einiger Fans im Rahmen der Partie gegen Maccabi Haifa Ende September.

Union muss UEFA-Banner anbringen

Wie die UEFA am Freitag mitteilte, bezieht sich die Teilsperrung des Berliner Olympiastadions, wo Union Berlin seine Europapokal-Heimspiele in dieser Saison austrägt, auf die Blöcke 13 und 14. Nach der Untersuchung eines Ethik- und Disziplinarinspektors wies der europäische Fußballverband den Köpenicker Verein außerdem an, in den geschlossenen Blöcken ein Banner anzubringen mit der Aufschrift "#NoToRacism" sowie dem UEFA-Logo.
 
Ein Zuschauer-Ausschluss ist mit der Entscheidung der UEFA allerdings nicht verbunden. "Es gibt eine Blocksperrung, davon betroffen sind einige hundert Karten, die wir allerdings umsetzen können im Stadion", sagte Unions Pressesprecher Christian Arbeit auf einer Pressekonferenz am Freitag. "Das wird also nicht sehr problematisch."

Union akzeptiert die Strafe

Arbeit betonte auf der Pressekonferenz, dass der Verein Maccabi Haifa sich im unmittelbaren Nachgang des Spiels im Olympiastadion noch bedankt habe für "eines der besten und stimmungsvollsten Auswärtsspiele" sowie "für einen der besten Empfänge, den sie je erlebt haben". Es sei ärgerlich, wenn das durch eine kleine Gruppe von Zuschauern "gestört und leider erheblich belastet wird". Union Berlin akzeptiere "den Schluss" der UEFA, so Arbeit weiter.
 
Der 1. FC Union hatte die antisemitischen Vorfälle einen Tag der Partie gegen Maccabi Haifa scharf verurteilt. "Dieses Verhalten ist beschämend und nicht tolerierbar. Wir bitten die Betroffenen um Entschuldigung", war Unions Präsident auf der Vereinsseite zitiert worden. Außerdem hatte der Klub eigenen Angaben zufolge ein Verfahren zum Vereinsausschluss einer Person eingeleitet, die an den Vorfällen beteiligt war.

Sendung: Inforadio, 29.10.2021, 11:15 Uhr

rbb | Stand: 29.10.2021, 15:34

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