Turbine Potsdams Melissa Kössler blickt auf das jubelnde Wolfsburger Team (Quelle: imago/foto2press)

Deutliche 0:4-Niederlage Turbine Potsdam verliert DFB-Pokalfinale gegen Wolfsburg

Stand: 28.05.2022 18:48 Uhr

Für Turbine Potsdam war der VfL Wolfsburg dann doch eine Nummer zu groß: Mit 0:4 verloren sie im DFB-Pokalfinale der Frauen deutlich gegen die deutschen Meisterinnen, die den achten Pokalgewinn in Folge feierten.

Im Finale des DFB-Pokals der Frauen in Köln hat Turbine Potsdam gegen den VfL Wolfsburg verloren. Mit 0:4 (0:3) musste sich die Mannschaft von Trainer Sofian Chahed den großen Favoritinnen aus Niedersachsen deutlich geschlagen geben, die damit den achten Pokalgewinn in Serie feierten. Die Torschützinnen für die Wölfe waren Ewa Pajor (11. und 33.), Jill Roord (42.) und Dominique Janssen (69.).

Wolfsburg machte das Spiel, Turbine konterte

Beim Finale bekamen die 17.531 Zuschauer im Müngersdorfer Stadion in Köln den erwarteten Spielverlauf zu sehen. Der VfL Wolfsburg dominierte die Partie und hatte mehr Ballbesitz und Spielanteile. Turbine war hingegen sehr auf die defensive Absicherung bedacht und versuchte durch schnelle Umschaltmomente immer wieder auch gefährliche Konter in Richtung Wolfsburger Tor zu laufen.
 
Turbine merkte, dass sie so durchaus zu Chancen gegen die deutschen Meisterinnen kommen würden, musste aber wenig später den ersten Rückschlag verkraften. Nach einer Ecke des VfL taucht die Stürmerin Ewa Pajor völlig frei am ersten Pfosten auf und köpfte den Ball mit perfektem Timing in die lange Ecke (11.). Die Potsdamer Keeperin Wellmann war völlig chancenlos.

Deutliche Führung zur Halbzeit

Auch nach dem Führungstreffer kamen die Wolfsburgerinnen immer wieder gefährlich vor das Turbine-Tor. Trotzdem ließen die Außenseiterinnen aus Brandenburg nicht locker und blieben weiter frech. Immer wieder schafften sie es mit dem schnellen Umschaltspiel für aussichtsreiche Situationen zu sorgen. Bei beiden Teams mangelte es allerdings an der Chancenverwertung.
 
Bis zur 33. Minute. Dort war es wieder die Wölfe-Stürmerin Pajor, die nach einer Flanke von der rechten Seite ihre Torjägerin-Instinkte unter Beweis stellte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und mit ihrem zweiten Treffer per Kopf für das 2:0 sorgte. Die Favoritinnen hatten die Partie nun völlig übernommen und konnten die Führung kurz vor der Pause noch weiter ausbauen. Nach einem verunglückten Kopfball der Potsdamerin Gerhardt flog der Ball auf den Fuß der Wolfsburgerin Roord, die direkt per Volley verwandelte (42.).

Mit Feuer aus der Kabine

Trotz des klaren Rückstands kam Turbine noch einmal mit Feuer aus der Kabine. Erst ging ein abgefälschter Schuss von Melissa Kössler nur knapp über die Querlatte (50.), dann scheiterte Holmgaard mit einem Kopfball an der Wölfe-Torhüterin Almuth Schult (51.). Die wohl größte Chance auf den Anschlusstreffer hatte dann wieder Kössler, die nach einer starken Einzelaktion von Sophie Weidauer den Ball am kurzen Pfosten zugespielt bekam und aus kurzer Distanz und spitzem Winkel über die Latte schoss (53.).
 
Danach verlor die Partie an Fahrt und die Wolfsburgerinnen verteidigten ihre Führung souverän. Spielerich wurden den Fans in Köln nicht mehr besonders viel geboten, einen Treffer gab es aber trotzdem noch zu bejubeln. Die VfL-Verteidigerin Dominique Janssen zog einen direkten Freistoß über die Mauer, in der die Potsdamerin Weidauer den Kopf reinhielt und den Ball entscheidend in die Torwartecke abfälschte (69.). Turbine-Keeperin Wellmann war erneut chancenlos.

Niederlage hätte noch höher sein können

Auch in der Schlussphase änderte sich an der Dominanz der Wolfsburgerinnen nichts mehr und es gab für sie sogar noch weitere Chancen, die Führung auszubauen. Die Mannschaft von Trainer Sofian Chahed war mittlerweile platt und der individuellen Klasse der deutschen Meisterinnen klar unterlegen. Am Ende war es eine verdiente 0:4 Niederlage gegen den VfL, der neben dem Double auch den achten Pokalgewinn in Serie feierte.

Sendung: rbb24, 28.05.2022, 21.45 Uhr