Tierschutzbund stellt Strafanzeige gegen Annika Schleu

Annika Schleu

Nach Olympia-Vorfall

Tierschutzbund stellt Strafanzeige gegen Annika Schleu

Annika Schleu lag im Modernen Fünfkampf bei den Olympischen Spielen auf Goldkurs. Dann versagte ihr Pferd, daraufhin schlug sie es mit der Gerte. Jetzt muss die Berlinerin juristische Konsequenzen fürchten.

Der Deutsche Tierschutzbund hat nach den Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen in Tokio Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu sowie gegen Bundestrainerin Kim Raisner gestellt. Die Organisation wirft Schleu Tierquälerei vor und ihrer Trainerin Beihilfe zur Tierquälerei. Das teilte der Tierschutzbund am Freitag mit.
 
Das Schleu zugeloste Pferd hatte im Parcours in Tokio verweigert. Daraufhin hatte Raisner die weinende Berlinerin mit den Worten "Hau mal richtig drauf!" zum Einsatz der Gerte aufgefordert. Die sichtlich überforderte Athletin hatte daraufhin verzweifelt auf das verunsicherte und verängstigte Pferd eingeschlagen.

Tragischer Auftritt in Tokio

In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere grundsätzlich nichts zu suchen, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Die Anzeige diene auch der generellen Klärung dieses Problems.
 
Unmittelbar nach dem Auftritt bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte Schleu in der ARD gesagt, dass es sich um einen tragischen Auftritt gehandelt habe: "Ich werde wohl eine Weile brauchen, um darüber hinwegzukommen."

Sendung: inforadio, 13.08.21, 13.15 Uhr

rbb | Stand: 13.08.2021, 13:53

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