Hertha BSC will Stabilität schaffen

Die Mannschaft von Hertha BSC steht im Kreis zusammen (Quelle: IMAGO / osnapix)

Vor dem Spiel gegen Gladbach

Hertha BSC will Stabilität schaffen

Am Samstag empfängt Hertha BSC Borussia Mönchengladbach im Olympiastadion. Für die Mannschaft gilt es die konzentrierte Leistung des letzten Spieltags nochmal abzurufen. Dafür kann Trainer Pal Dardai auf deutlich mehr Spieler zurückgreifen.

Das Personal

Die Liste der Verletzten ist so kurz wie lange nicht mehr. Außer Lukas Klünter und Jordan Torunarigha konnten alle Spieler wieder am Mannschaftstraining teilnehmen oder individuell arbeiten. "Wir sind froh, dass sich die Verletztenliste sehr minimiert hat, denn ich glaube, dass ich auch einer der Gründe, um wieder Stabilität richtig reinzukriegen", sagte Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Durch die vielen unterschiedlichen Aufstellungen und weggefallenen Säulen sei es schwer gewesen einen Rhythmus zu finden. "Es ist auch unsere Hoffnung, dass wir uns da in Zukunft, was das Verletzungsthema angeht, ein bisschen verbessern können", so Friedrich.

 
Es fehlen: Lukas Klünter (Schulterverletzung), Jordan Torunarigha (Oberschenkelverletzung)

Die Form

Die Mannschaft ist mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein aus dem Spiel gegen Frankfurt gegangen. Der 2:1-Sieg lag zwar auch an einer unterdurchschnittlichen Leistung der Eintracht, doch sowohl in der Offensive als auch in der Defensive war eine klare Spielidee bei den Blau-Weißen zu erkennen. "Wenn die Mannschaft eine Tagesform so wie letzte Woche hat, dann können wir das nochmal bestätigen", sagte Dardai. Bei den Standards müsse die Mannschaft weiter aufmerksam bleiben, um keine Tore zu kassieren. Mit diesem Selbstbewusstsein treffen die Berliner am Samstag um 18:30 Uhr auf eine Mannschaft, die zuletzt etwas schwächelte.

Der Gegner

Borussia Mönchengladbach legte einen etwas holprigen Saisonstart hin, fand vor der Länderspielpause aber mit Siegen gegen Dortmund und Wolfsburg seinen Rhythmus. Am letzten Spieltag gab es gegen den ersatzgeschwächten VfB Stuttgart einen Dämpfer, weil den Gladbachern nur ein Unentschieden gelang. Insgesamt sind die Gladbacher aber positiv gestimmt, weil die Tendenz in der Saison stimmt. Trainer Adi Hütter setzte in der Woche drei Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit an, um sich taktisch auf das Auswärtsspiel vorzubereiten.

Herthaner im Fokus

Der Fokus liegt in dieser Woche auf den Fans. Gegen Gladbach rechnet Hertha BSC erstmalig damit, dass alle Karten fürs Spiel verkauft werden. Im Rahmen der 3G-Regel dürfen 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Olympiastadion kommen. In der aktuellen Saison wurde diese Marke noch nicht geknackt. Im Schnitt kamen 19.330 Fußball-Fans ins Olympiastadion. Auch andere Vereine haben trotz weniger Kapazitäten, Probleme ihre Stadien zu füllen.

Besonderheiten

Luca Netz kehrt mit Gladbach nach Berlin zurück. Im Olympiastadion, wo der gebürtige Berliner Anfang des Jahres sein Bundesligadebüt gab, rechnet er mit keinem sonderlich freundlichen Empfang. "Ich freue mich schon auf das Spiel, aber ich glaube, da werden mich einige ausbuhen", sagte Netz vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub. Allerdings ist noch nicht klar, ob Netz auch spielen darf. "Manchmal gibt es Situationen, wo Spieler dann wirklich gegen ihren Ex-Verein eine richtig gute Partie machen. Manchmal geht der Schuss komplett nach hinten los", sagte Hütter. Netz habe sehr konzentriert trainiert, aber Ramy Bensebaini sei auch eine Option. Sollte Netz spielen, hofft Herthas Sportdirektor Arne Friedrich, "dass er jetzt am Wochenende seine Füße stillhält.".

Sendung: rbb UM6, 21.10.2021, 18 Uhr

rbb | Stand: 21.10.2021, 17:11

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