Kanu-WM in Halifax Drei Brandenburger und ein Berliner sorgen für kleinen Goldrausch

Stand: 07.08.2022 20:30 Uhr

Bei der Kanu-WM in Halifax(Kanada)haben die beiden Potsdamer Martin Hiller und Tamas Grosmann am Sonntag im Kajak-Zweier der Herren über die 1000 Meter den ersten WM-Titel geholt. Die beiden deutschen Starter vom KC Potsdam gewannen überraschend deutlich vor dem italienischen und ungarischen Boot.
 
Während der Saison hatten beide noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. "Bei 600 Metern sind wir losgefahren und konnten bei 200 Metern noch mal ordentlich zünden. Vorher sind wir sehr ökonomisch gefahren", sagte Hiller.

Kanute Jacob Schopf bei den Olympischen Spielen (Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Jan Woitas)
Silber für den Kajak-Vierer, Bronze für Schopf und Loske

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Gold als Wiedergutmachung

Mit nur 0,43 Sekunden Vorsprung siegte das Potsdam-Berlin-Duo Brendel/Hecker im Canadier-Zweier auf der 1.000 Meter-Strecke. Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel(KC Potsdam) und sein Bootspartner Tim Hecker(SC Berlin Grünau) betrieben mit ihrem Erfolg Wiedergutmachung für die verpasste Medaille am Samstag über die halbe Strecke.
 
Brendel, der mit Sophie Koch(Karlsruhe) auch noch Silber im C2 Mix über 500 Meter holte, war zufrieden. "Er bringt die Erfahrung und die Power mit, um solche Titel zu gewinnen. Wir sind ein echt gutes Duo", sagte sein Partner Hecker und betonte, dass man nach Platz vier über 500 Meter doch geknickt gewesen war.

Bei den deutschen Para-Kanutinnen sorgte die 21-jährige Berlinerin Felicia Laberer für einen Medaillenerfolg. Die Paralympics-Dritte von Tokio sicherte sich in d3er Startklasse KL3 die Bronzemedialle.

Sendung: rbb24 Abendschau, 07.018.2022, 19:30 Uhr