Werders Tischtennis-Profi Cristian Pletea zieht ratlos und frustriert die Schultern hoch.

buten un binnen Werders Tischtennis-Asse gehen volles Risiko – und unterliegen

Stand: 26.11.2022 22:57 Uhr

Mit seiner Aufstellung hatte der Bremer Bundesligist seinen Gegner Ochsenhausen überrascht. Doch der Tabellenzweite erkämpfte sich den 3:2-Sieg gegen Werder.

Von Petra Philippsen

Plötzlich schwappte wieder Hoffnung durch die Klaus-Dieter-Fischer-Halle und die 300 Zuschauer gaben noch einmal alles, um Mattias Falck und Marcello Aguirre in diesem entscheidenden Doppel nach vorne zu peitschen.

Werder hatte zum ersten Mal in dieser Saison Doppel-Weltmeister Falck in seiner Paradedisziplin aufgeboten, doch Ochsenhausen setzte mit Simon Gauzy und Alvaro Robles ein Top-Doppel dagegen. Und so hatten Falck und Aguirre einige Mühe, gewannen jedoch unter tosendem Jubel den dritten Satz. Doch statt der Wende ging es danach viel zu schnell, mit 3:11 war es vorbei. Werder musste sich dem Tabellenzweiten mit 2:3 geschlagen geben.

Natürlich sind wir enttäuscht, wir waren nah dran. Aber wir konnten sie mit der Aufstellung zumindest überraschen und mit der 2:1-Führung Druck aufbauen. Leider war Kirill noch nicht bei 100 Prozent." (Werder-Trainer Cristian Tamas)

Gerassimenko mit Fünfsatz-Krimi

Werder-Trainer Cristian Tamas hatte dieses Mal nicht seinen Topstar Falck an Position eins, sondern an drei gesetzt. So konnte der 31-jährige Schwede zwar nicht wie üblich zwei Einzel spielen, war jedoch damit die Option fürs Doppel. "Es war schwer heute, sie sind sehr stark", sagte Falck hinterher, "aber sie hatten nicht damit gerechnet, dass ich auf Position drei spielen würde."

So übernahm Kirill Gerassimenko bei den Bremern an diesem Abend die Führungsrolle, obwohl er nach seiner Knöchelverletzung aus dem letzten Heimspiel gegen Mainz vor zwei Wochen noch nicht völlig fit war. Doch Tamas setzte voll auf Risiko und Gerassimenko brachte Werder nach einem packenden Fünfsatz-Kampf gegen Can Akkuzu in Führung.

Falck besorgt die 2:1-Führung

Werders junger Neuzugang Cristian Pletea zeigte gegen den Weltranglisten-22. und die Nummer eins der USA, Kanak Jha, eine gute Leistung, brachte sich aber selbst raus, als er sich in einer Diskussion mit dem Schiedsrichter verstrickte. Falck holte danach in seinem Einzel in einer hochklassigen Partie gegen Gauzy den 3:1-Sieg und die 2:1-Führung für Werder.

Jha war jedoch im Top-Duell zu stark für Gerassimenko, der mit 0:3 unterlag. Und der Coup mit Falck im Doppel klappte im ersten Match mit Aguirre an der Seite nicht ganz. "Es hätte fast geklappt", sagte Falck, "aber die beiden waren ein bisschen besser heute." Werder steht als Tabellenfünfter mit acht Punkten weiterhin gut da, hat allerdings in den vier Partien bis Weihnachten nun drei schwere Gegner in Folge: Am Freitag geht es zunächst auswärts zum Tabellendritten Saarbrücken.

SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3

Kirill Gerassimenko - Can Akkuzu 3:2 (3:11, 12:10, 14:12, 3:11, 11:8)
Cristian Platea - Kanak Jha 1:3 (7:11, 6:11, 11:5, 9:11)
Mattias Falck - Simon Gauzy 3:1 (13:11, 8:11, 11:7, 13:11)
Kirill Gerassimenko - Kanak Jha 0:3 (7:11, 10:12, 8:11)
Mattias Falck / Marcelo Aguirre - Simon Gauzy / Alvaro Robles 1:3 (8:11, 9:11, 11:6, 3:11)