Montage: Die Fußballer Oliver Burke (l.) und Jens Stage nebeneinander am Ball

Fußball-Bundesliga Burke und Stage sind da: Zwei Neue für Werder Bremen

Stand: 30.06.2022 15:40 Uhr

Werder Bremen hat am Donnerstag auch den Transfer von Offensivmann Oliver Burke perfekt gemacht. Zuvor hatte der Fußball-Bundesligist den dänischen Mittelfeldspieler Jens Stage vom FC Kopenhagen verpflichtet. Mitchell Weiser wird hingegen wohl nicht mehr in grün-weiß auflaufen.

Kurz nach dem Abflug ins des Teams ins Trainingslager meldete Werder: "Jetzt sind alle Formalitäten erledigt und der Wechsel ist unter Dach und Fach." Am Mittwochabend hatten die Grün-Weißen mit Burkes bisherigem Club, dem englischen Zweitligisten Sheffield United, eine grundsätzliche Einigung über den Transfer erzielt. Nach der Finalsierung freute sich Werders Leiter Scouting und Profifußball Clemens Fritz: "Oliver hat in seiner Karriere bislang schon einiges gesehen und bringt eine gewisse Erfahrung aus 110 Erstliga-Einsätzen in europäischen Ligen mit. Seine gute Physis und das hohe Tempo werden unserem Spiel guttun."

Der 25-jährige Burke, der 2016 für 15,2 Millionen Euro zu RB Leipzig (25 Spiele, ein Tor) gewechselt war, die Bundesliga aber schon nach einem Jahr wieder verließ, kann im Sturm variabel eingesetzt werden. Dem Vernehmen nach muss Werder keine Ablösesumme für den Briten zahlen, im Vertrag sollen lediglich erfolgsabhängige Prämien vorgesehen sein. Der Bundesligist machte dazu keine Angaben.

Werner: "Stage kann unserem Spiel direkt helfen"

Deutlich teurer und bereits am Mittwoch in Bremen vorgestellt worden war der Däne Stage. Der defensive Mittelfeldmann, der schon einmal für die dänische Nationalmannschaft auflief, soll zwischen vier und sechs Millionen Euro gekostet haben. Für Kopenhagen hat der ebenfalls 25-Jährige in den vergangenen drei Jahren mehr als 100 Pflichtspiele absolviert. Im Mai 2016 debütierte er bei Aarhus GF in der ersten dänischen Liga und wechselte 2019 zum Hauptstadtclub. Insgesamt erzielte er 32 Treffer bei seinen 206 Profi-Einsätzen.

"Als ich vom Interesse erfahren habe, war für mich sofort klar, dass ich diese Chance ergreifen möchte."
— Werder-Neuzugang Jens Stage

"Er ist physisch gut, fußballerisch gut ausgebildet und bringt auch eine gewisse Torgefahr mit. Wir sind überzeugt, dass er unserem Spiel direkt helfen kann", sagte Trainer Ole Werner. Stage erklärte: "Werder Bremen ist ein bekannter Club in Dänemark, allein schon aufgrund seiner Nähe zur Landesgrenze. Als ich vom Interesse erfahren habe, war für mich sofort klar, dass ich diese Chance ergreifen möchte. Ich kann es kaum erwarten, in diesem Stadion vor den Fans aufzulaufen."

Burke: "Schön, in die Bundesliga zurückzukehren"

Bis zum 10. Juli bereitet sich Werners Mannschaft im Zillertal auf die neue Erstliga-Saison vor. "Es ist schön, in die Bundesliga zurückzukehren und dann für einen großen Verein wie Werder Bremen spielen zu können", sagte Burke, der neben der Bundesliga und der zweiten englischen Liga auch in der Ersten Liga in Spanien, England und Schottland gekickt hat. "Ich möchte die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, ins Team einbringen und werde hart dafür trainieren, meinen Teil zum Erfolg beizutragen."

Weiser wäre zwar ablösefrei, aber...

Manager Frank Baumann hatte nach der Ankunft im Trainingslager aber auch schlechte Nachrichten im Gepäck: Mitchell Weiser wird höchstwahrscheinlich nicht mehr für die Grün-Weißen auflaufen. "Bei Mitch geht die Tendenz sehr klar dahin, dass es nicht klappen wird", sagte der 46-Jährige. "Insofern werden wir dort jetzt weitere Optionen verfolgen."

In der Aufstiegssaison hatte Werder den Rechtsverteidiger aus Leverkusen ausgeliehen, der Werkclubs zahlte aber einen Großteil des Gehalts weiter. Bayer würde Weiser nun wohl ablösefrei ziehen lassen. Allerdings fordert der 28-Jährige, der in Bremen deutliche Abstriche beim Gehalt machen müsste, nach übereinstimmenden Medienberichten eine Abfindung, die Leverkusen nicht zahlen will. "Zwischen Leverkusen und Werder hätte man mit Sicherheit eine Lösung gefunden", erklärte Baumann.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 29.06.2022 | 23:03 Uhr