Zverev: Kritische Fragen unerwünscht - Ferrer bleibt Trainer

Tennisprofi Alexander Zverev

NDR-Sport

Zverev: Kritische Fragen unerwünscht - Ferrer bleibt Trainer

Adria-Tour? Absage für Berlin? Kritischen Fragen geht Alexander Zverev zurzeit aus dem Weg. Bei den umstrittenen US Open gibt sich Deutschlands bester Tennisspieler allerdings meinungsstark.

Kritische Fragen? Unerwünscht! Einen anderen Schluss lässt das Verhalten von Deutschlands besten Tennisspieler Alexander Zverev zurzeit jedenfalls nicht zu. Die Video-Pressekonferenz nach seinem Auftaktsieg beim Einladungsturnier im französischen Nizza war noch nicht einmal acht Minuten alt, als der Hamburger aufstand und ging. Ein Journalist hatte nach Zverevs Absage für das Turnier in Berlin gefragt.

Keine Erklärung zur Berlin-Absage und Adria-Tour

Dabei hätte wohl jeder gerne ein paar Sätze von Zverev dazu gehört bei seinem ersten Auftritt nach der umstrittenen Adria-Tour von Branchenprimus Novak Djokovic, der anschließend eine Corona-Infektion vermelden musste. Pflichtschuldig hatte Zverev danach verkündet, sich freiwillig in Quarantäne begeben zu wollen. Als kurz darauf allerdings ein Partyvideo des 23-Jährigen auftauchte, war die Kritik groß. Dazu Stellung beziehen möchte der Weltranglisten-Siebte offensichtlich nicht.

Ferrer bleibt Trainer von Zverev

Dabei hatte sich der Hamburger zuvor recht auskunftsfreudig und meinungsstark gegeben. So erklärte Zverev die Testphase mit David Ferrer für beendet. Deutschlands Topspieler lässt sich nun von dem Spanier fest coachen - vorerst bis zum Jahresende. "Wir sind zusammen, ein Paar. Wir verstehen uns unglaublich. Wir sind jetzt eine Mannschaft", sagte der Weltranglistensiebte.

"Bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen"

Beide haben das erste große gemeinsame Ziel bereits vor Augen: die US Open. Allerdings äußerte Zverev seine Vorbehalte gegenüber einer Austragung des Grand-Slam-Turniers ab dem 31. August in New York. "Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen", sagte er. "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen." Es sei "nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen", sagte Zverev, schloss eine Absage aber aus - im Gegensatz zum Australier Nick Kyrgios, der am Sonntag seinen Verzicht bekanntgab. "Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte."

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 28.07.2020 | 09:25 Uhr

NDR | Stand: 02.08.2020, 18:15

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