Wolfsburg hat Europa-League-Gruppenphase vor Augen

Renato Steffen (2.v.l.) und Josuha Guilavogui (M.) vom VfL Wolfsburg bejubeln den Führungstreffer gegen Desna Tschernihiw

NDR-Sport

Wolfsburg hat Europa-League-Gruppenphase vor Augen

Von Hanno Bode, NDR.de

Der VfL Wolfsburg hat die nächste Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League genommen. In der dritten Qualifikationsrunde schlug der Bundesligist den ukrainischen Club Tschernihiw mit 2:0.

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat die nächste Hürde auf dem Weg in die Europa League genommen. Die Niedersachsen setzten sich am Donnerstagabend in der dritten Qualifikationsrunde gegen den ukrainischen Vertreter FK Desna Tschernihiw erwartungsgemäß mit 2:0 (1:0) durch. In der kommenden Woche steht für die "Wölfe" nun das Play-off-Duell mit AEK Athen an. Der zwölfmalige griechische Meister gewann beim FC St. Gallen (Schweiz) mit 1:0.

Guilavogui nach Eckstoß-Variante zur Stelle

Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner war im kleinen VfL-Stadion, in dem sonst die Frauen- sowie Nachwuchsmannschaften und das U23-Team des Werksclubs ihre Partien bestreiten, von Beginn an tonangebend. Startelf-Debütant Omar Marmoush setzte mit einem Schuss, der knapp das Ziel verfehlte, ein erstes Ausrufezeichen (4.).

Hernach rannten sich der Stürmer aus Ägypten und seine Nebenleute sehr oft in der vielbeinigen Abwehr der Gäste fest. Nicht von ungefähr fiel die Wolfsburger Führung nach einem ruhenden Ball: Admir Mehmedi schlug einen Eckstoß auf den kurzen Pfosten zu Renato Steffen, der per Kopf zu Josuha Guilavogui verlängerte. Der Rest war für den freistehenden "Wölfe"-Kapitän aus wenigen Metern Formsache (16.).

Tschernihiw verteidigt diszipliniert

Die frühe Führung machte die Sache für die Niedersachsen aber nur bedingt leichter. Tschernihiw - derzeit Tabellensiebter in der heimischen Premier Liga - verteidigte weiter diszipliniert und wusste hin und wieder auch durch gutes Umschaltspiel zu gefallen.

Ein, zwei Mal näherte sich die Equipe von Coach Oleksandr Ryabokon gefährlich dem Gehäuse von Keeper Koen Casteels an. Zur Halbzeit stand es lediglich 1:0, sodass es für die Fans an den Endgeräten spannend blieb. Zuschauer waren wegen der Coronavirus-Pandemie im Wolfsburger Schmuckkästchen nicht zugelassen.

VfL wackelt, fällt aber nicht

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste, dass sie die knapp 1.700 Kilometer lange Reise vom Ufer der Desna an den Mittellandkanal nicht angetreten waren, um sich in der Autostadt über die neuesten Modelle des VfL-Eigentümers zu informieren. Die Ryabokon-Mannen wollten weiterkommen - unbedingt. Und hätten Casteels und Guilavogui kurz nach dem Wiederanpfiff nicht mit vereinten Kräften den Ausgleich verhindert (47.), wäre die Aufgabe für die "Wölfe" vielleicht richtig schwer geworden. Das Glasner-Team wackelte, fiel jedoch nicht. Auch, weil es ungewollte Unterstützung von Joonas Tamm erhielt. Der Este - einziger Legionär im Kader der Ukrainer - sah in der 60. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Der Platzverweis des Verteidigers nahm Tschernihiw ein wenig den Wind aus den Segeln. Dennoch schlug der VfL erst in der Nachspielzeit Kapital aus seiner Überzahl: Xaver Schlager passte uneigennützig zum eingewechselten Daniel Ginczek, der nur noch den Fuß hinhalten musste - das 2:0 (90.+2).

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 24.09.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 25.09.2020, 10:11

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