Corona bei Sandhausen und Karlsruhe: HSV droht Terminhatz

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Corona bei Sandhausen und Karlsruhe: HSV droht Terminhatz

Dem Fußball-Zweitligisten HSV droht in der entscheidenden Phase im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg eine Terminhatz. Wegen mehrerer Corona-Fälle bei den Gegnern müssen das Spiel in Sandhausen und wohl auch die Partie gegen Karlsruhe verlegt werden.

Sowohl der Karlsruher SC (insgesamt drei positiv getestete Spieler) als auch der SV Sandhausen (vier) mussten sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die beiden Mannschaften wären nach der Partie heute Abend gegen Darmstadt 98 (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) die kommenden Gegner des HSV gewesen: In Sandhausen hätten die Hamburger eine Woche später (16. April) antreten sollen, das Heimspiel gegen den KSC ist für den 20. April angesetzt.

Englische Wochen im Saisonfinale

Unterhaltung bei Twitter zwischen dem KSC und dem SV Sandhausen

Beide Spiele fallen in die Quarantäne-Zeiträume der betroffenen Teams. Die Partie in Sandhausen ist bereits von der Deutschen Fußball Liga (DFL) offiziell abgesetzt, einen neuen Termin gibt es noch nicht. Über eine etwaige Absetzung des KSC-Spiels will die DFL Ende kommender Woche unter Berücksichtigung des dann aktuellen Stands entscheiden.

Viel Spielraum hat die DFL nicht, es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten und am 23. Mai muss die Saison beendet sein. Die letzten beiden Spieltage finden normalerweise stets komplett an einem Tag statt, um keine Teams zu benachteiligen. Die DFL hat es sich offen gelassen, ob sie im Mai noch eine verpflichtende Trainingslager-Quarantäne ansetzt. Denn je näher das Ende der Spielzeit rückt, desto weniger Ausweichtermine gibt es.

HSV-Coach Thioune schloss am Mittwoch eine solche Maßnahme nicht aus: "Wichtig ist es, die Saison gescheit zu Ende zu bringen. Wir sehen ja, wie dynamisch sich die Situation entwickelt und können daher weiter nur auf Sicht fahren." Gleichwohl hofft er, dass die Teams um ein solches Trainingslager herumkommen: "Ich schlafe lieber zu Hause."

Holstein Kiel trotz Mammutprogramm: "Wir hadern nicht"

Hamburgs Aufstiegs-Konkurrent Holstein Kiel muss in den kommenden Wochen ebenfalls eine Terminhatz bewältigen: Die "Störche" haben von ihrem Mammutprogamm (acht Spiele binnen 28 Tagen) bislang zwei Partien absolviert - und beide verloren.

"Es gibt natürlich auch dankbarere Aufgaben, als nach vier Wochen Spielpause mit zwei Wochen Quarantäne in Bochum beim Tabellenführer und bei einer sehr heimstarken Heidenheimer Mannschaft zu spielen", sagte KSV-Geschäftsführer Uwe Stöver nach dem 0:1 in Heidenheim am Dienstag. "Aber wir hadern nicht. Wir nehmen die Dinge an, wie sie sind. Wir freuen uns, wenn wir die Runde zu Ende spielen können, und wir freuen uns noch mehr, wenn wir sie erfolgreich zu Ende spielen."

Für Dynamo Dresden endete die vergangene Zweitliga-Saison nach Corona-bedingter Quarantäne mit einer Reihe englischer Wochen und dem Absturz in die Dritte Liga - ein warnendes Beispiel.

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 07.04.2021 | 14:25 Uhr

NDR | Stand: 09.04.2021, 08:22

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