Fußball

VfL Wolfsburg: Weghorst mit Corona infiziert

Stürmer Wout Weghorst vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Niederländer befindet sich in Quarantäne und fällt für das Champions-League-Spiel am Mittwoch bei RB Salzburg aus.

Aller Voraussicht nach wird der Angreifer dem VfL auch am Sonnabend im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg fehlen. Nach Angaben der Wolfsburger habe der 29-Jährige am Sonntagmorgen nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin über Symptome geklagt. Anschließend wurde er positiv getestet und begab sich sofort in Isolation. Alle anderen Tests bei Spielern, Trainern und Betreuern waren nach Angaben des Clubs sowohl am Sonntag als auch am Montag negativ.

"Alles geschieht aus einem bestimmten Grund", schrieb Weghorst auf seinem Instagram-Profil und fügte hinzu: "Das Leben ist wie Fahrradfahren. Um das Gleichgewicht zu halten, musst du in Bewegung bleiben. Ich nutze die Zeit, um mich weiterzuentwickeln und um stärker zurückzukommen."

Wirbel um kritischen Corona-Post von Weghorst

Im Dezember 2020 Jahr war Weghorst mit einem kritischen Instagram-Posting aufgefallen, in dem er das Coronavirus und den Umgang damit infrage stellte - weshalb er über seinen Club schließlich sogar ein Entschuldigungs-Schreiben verfasste und von missverständlichen Aussagen sprach. Angesichts erneuter Vorwürfe im Frühjahr 2021 hatte sich der Profi im NDR Sportclub distanziert: "Ich möchte ganz klar sagen: Ich bin kein Corona-Leugner."

Weghorst reiht sich ein in eine lange Liste von VfL-Fußballern, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Zuletzt hatte es im Juli Josuha Guilavogui "erwischt", davor befanden sich insgesamt neun Profis und Geschäftsführer Jörg Schmadtke zwischenzeitlich wegen Infektionen in Quarantäne. Zudem sollen einige Spieler gegen damals geltende Corona-Regeln verstoßen und sich auf einer privaten Feier getroffen haben.

2G-Stadionregel - Widerspruch zu ungeimpften Spielern?

Der erneute Corona-Fall beim VfL dürfte Wasser auf Mühlen derjenigen sein, die kritisierten, dass man von Stadionbesuchern eine Impfung verlange, einige Spieler dagegen womöglich gar nicht geimpft seien. Wolfsburgs Geschäftsführer Schmadtke wies das im "sportbuzzer" zurück. Das Verhältnis zwischen Club und Spieler sei ein Verhältnis "von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer. Als Verein kann ich es nicht zu einer verpflichtenden Maßnahme für Spieler machen, weil ich finde, dass jeder Mensch eine Möglichkeit haben muss, sich selbst zu entscheiden." Beim Stadionbesuch gehe es dagegen "um ein Freizeitverhalten, das ist ein stückweit etwas Anderes". Da könne man "Rahmenbedingungen schaffen, die akzeptiert werden oder nicht".

Trotzdem sprach sich Schmadtke dafür aus, dass sich möglichst viele Spieler gegen das Coronavirus impfen lassen. "Es würde natürlich viele Dinge für uns im Handling vereinfachen, wenn alle geimpft wären", sagte der 57-Jährige. Ob Weghorst geimpft ist, ist nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 18.10.2021 | 11:25 Uhr