VfL Wolfsburg mit machbaren Aufgaben in Champions League

Stürmer Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg

NDR-Sport

VfL Wolfsburg mit machbaren Aufgaben in Champions League

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg steht in der Champions League vor machbaren Aufgaben. Die Niedersachsen treffen in der Gruppenphase der "Königsklasse" auf den OSC Lille, FC Sevilla und RB Salzburg.

Das ergab die Auslosung am Donnerstagabend in der türkischen Metropole Istanbul. Seine erstes Champions-League-Partie seit der Saison 2015/2016 steht für den Werksclub am 14. oder 15. September auf dem Programm. Beendet wird die Gruppenphase mit sechs Begegnungen für jede Mannschaft am 6. und 7. Dezember. Das Finale ist für den 28. Mai 2022 im russischen St. Petersburg geplant. Die einzelnen Spieltage hat der Europäische Fußball-Verband, die UEFA, noch nicht bekanntgebeben.

Casteels: "Eine gute Gruppe für uns"

"Das ist eine gute Gruppe für uns. Wir haben von der Papierform her nicht die allerschwersten Gegner erwischt und die Chance, weiterzukommen, ist gegen diese Mannschaften vermutlich etwas größer als in anderen Gruppen", sagte Wolfsburgs Kapitän Koen Casteels. "Nichtdestotrotz werden uns gegen Lille, Sevilla und Salzburg schwierige Spiele erwarten und wir müssen Top-Leistungen abrufen, um gegen diese Teams zu bestehen", ergänzte der belgische Keeper.

Meister Lille nach Abgängen abgestürzt

Der Sprung in die Runde der letzten 16 sollte für die "Wölfe", die vor knapp fünfeinhalb Jahren erst im Viertelfinale an Real Madrid gescheitert waren, tatsächlich möglich sein. So hat der französische Meister Lille aus finanziellen Gründen einige seiner besten Spieler der Vorsaison wie Boubakary Soumaré (Leicester City) oder Mike Maignan (AC Mailand) abgeben müssen. Neuzugänge gibt es bis dato lediglich zwei: Amadou Onana vom Hamburger SV sowie Ivo Grbic (Atlético Madrid). Nach drei Spieltagen liegt das Team des neuen Coaches Jocelyn Gourvennec sieglos auf Rang 17.

Die Vorfreude beim 49-Jährigen, der den zum OGC Nizza abgewanderten Christophe Galtier bei Lille beerbte, auf die "Königsklasse" ist trotz des schwachen Saisonstarts groß. "Wir wissen, dass die Champions League ein sehr hohes Fußballniveau hat. Daran teilzunehmen, wenn man es nicht gewohnt ist, jedes Jahr in diesem Wettbewerb zu spielen, ist großartig", sagte Gourvennec.

Sevilla und Salzburg Spitzenreiter

Weitaus erfolgreicher ist Sevilla um die früheren Bundesliga-Profis Ludwig Augustinsson (Werder Bremen) und Thomas Delaney (Werder, Borussia Dortmund) in die neue Spielzeit der spanischen LaLiga gestartet. Die Andalusier führen das Tableau nach zwei Spieltagen an. Die vergangenen Runde beendete der viermalige Europa-League-Sieger auf Rang vier. Wie gewohnt an der Spitze der österreichischen Bundesliga steht Salzburg. Der Serien-Champion - Ex-Verein der "Wölfe"-Profis Xaver Schlager und Marin Pongracic - gewann seine ersten fünf Partien allesamt und scheint den Trainerwechsel von Jesse Marsch (RB Leipzig) zum deutschen Matthias Jaissle bestens gemeistert zu haben.

RB-"Oldie" Junuzovic: "Es ist alles möglich"

Salzburg hat sich über die Qualifikation für die "Königsklassen"-Gruppenphase qualifiziert. In der Play-off-Runde besiegte das Team um den langjährigen Werder-Strategen Zlatko Junuzovic den dänischen Club Bröndby IF im Hin- und Rückspiel jeweils mit 2:1. "Es ist auf jeden Fall eine sehr interessante Gruppe. Wir freuen uns, dass wir dabei sind, weil wir uns das verdient haben. Es ist alles möglich. Wir wissen um unsere Stärken und unsere Qualität. Wir wissen aber auch, dass uns starke Gegner erwarten. Wir können uns mit den Besten messen", sagte der inzwischen 33-jährige Junuzovic, der von 2012 bis 2018 für Bremen am Ball war.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 26.08.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 26.08.2021, 21:49

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