VfL Wolfsburg meldet seine U23 ab

John Iredale von der U23 des VfL Wolfsburg sitzt auf dem Boden.

NDR-Sport

VfL Wolfsburg meldet seine U23 ab

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg geht in der Nachwuchsarbeit neue Wege. Die U23 wird abgemeldet, zudem haben die Niedersachsen mit dem österreichischen Erstligisten St. Pölten einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Top-Talente der "Wölfe" sollen auf Leihbasis zu den Niederösterreichern wechseln, um sich dort in einer Profiliga weiterentwickeln zu können. Die U23 der Wolfsburger wird zur neuen Saison abgemeldet und aufgelöst. Der VfL ist nun nach Union Berlin, Arminia Bielefeld, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt bereits der sechste Erstliga-Club, der auf eine Reserve verzichtet. Die Wolfsburger U23 spielte in der Regionalliga Nord, deren Saison 2020/2021 wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen wurde.

Zugleich sollen beim VfL die U19 und die U17 eine deutliche Aufwertung erfahren und stärker in den Fokus rücken. "Der Verzicht auf unsere U23 ist uns natürlich alles andere als leichtgefallen. Aber durch die Kooperation mit St. Pölten ergibt eine eigene Ausbildungsmannschaft in der Regionalliga keinen Sinn mehr", erklärte VfL Sportdirektor Marcel Schäfer. "Man muss zudem festhalten, dass der finanzielle, personelle und logistische Aufwand schon lange in keinem vertretbaren und vernünftigen Verhältnis zum Ertrag stand. Außerdem hat man in den vergangenen Jahren immer deutlicher gesehen, dass der Schritt von der Regionalliga in die Bundesliga einfach zu groß ist."

"Höhere Durchlässigkeit in den Profifußball"

Im unteren Jugendbereich sollen die Jahrgänge U10 bis U13 schrittweise an vier ausgewählte Vereine der Region ausgelagert werden: An den BSC Acosta, den VfB Fallersleben, den MTV Gifhorn und den SSV Vorsfelde. Bereits ab diesem Sommer wird es beim VfL keine U10- bis U12-Mannschaften mehr geben, im Sommer 2022 ist dann auch die U13 Geschichte.

"Die Auslagerung ist für alle Seiten ein Gewinn, weil die Spieler nicht zu früh aus ihrem gewohnten Umfeld müssen, unsere Partnervereine in der Region gestärkt werden sowie durch den intensiven Austausch näher an uns heranrücken und sich für uns die Zahl der geförderten Nachwuchsspieler dadurch erheblich erhöht", so Schäfer. Er sei "überzeugt, dass alle Maßnahmen dazu beitragen, eine höhere Durchlässigkeit in den Profifußball zu erreichen".

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Dieses Thema im Programm:
Hallo Niedersachsen | 10.05.2021 | 19:30 Uhr

NDR | Stand: 10.05.2021, 15:04

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