VfL Osnabrück punktet auch in Heidenheim

Etienne Amenyido (r.) vom VfL Osnabrück im Duell mit Marnon Busch vom 1. FC Heidenheim

NDR-Sport

VfL Osnabrück punktet auch in Heidenheim

Von Hanno Bode

Zweitligist Osnabrück bleibt unter Neu-Coach Marco Grote unbesiegt. Am Sonntag spielte der VfL in Heidenheim 1:1.

Zweitligist VfL Osnabrück bleibt unter seinem neuen Coach Marco Grote ungeschlagen. Am Sonntag spielten die Niedersachsen 1:1 (0:0) beim 1. FC Heidenheim.

Lediglich zwei Übungseinheiten mit dem kompletten Kader hatten Grote als Vorbereitung auf die Partie an der Brenz zur Verfügung gestanden, nachdem 18 seiner Profis 14 Tage in Quarantäne hatten verbringen müssen. Entsprechend zufrieden war der VfL-Coach mit dem Ergebnis und sprach von einer "außergewöhnlichen, beeindruckenden Willensleistung, nachdem, was uns in den letzten Wochen widerfahren ist." Osnabrück arbeitete diszipliniert gegen den Ball und versuchte auch immer wieder, in der Offensive Nadelstiche zu setzen. So zwang Ulrich Taffertshofer Heidenheims Keeper Kevin Müller in der 20. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern zu einer Glanzparade.

VfL im Glück: Picks Tor zählt nicht

Das Pendant des früheren Rostocker Schlussmanns, Philipp Kühn, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einmal hinter sich greifen müssen. Florian Pick war nach feiner Vorarbeit von Marc Schnatterer erfolgreich gewesen. Die Hausherren freuten sich jedoch zu früh. Referee Christian Dingert verwehrte dem Treffer nach Sichtung des Videomaterials die Anerkennung, weil der Ball vor dem Pass zu Pick bereits im Aus war (17.). Pech für die Württemberger, die in den ersten 45 Minuten etwas mehr Ballbesitz als der VfL hatten, aber in vorderster Front nicht zwingend genug agierten.

Amenyido gleicht für Osnabrück aus

Auch nach dem Seitenwechsel stimmte die Grundordnung bei den Gästen - mit Ausnahme der 54. Minute. Da war die Grote-Elf nach einem misslungenen Freistoß zu weit aufgerückt. Der Ball kam zu Schnatterer, der Christian Kühlwetter bediente, gegen dessen präzisen Abschluss aus 20 Metern Kühn machtlos war. Grote wechselte kurz darauf in Bryan Henning und Niklas Schmidt zwei frische Kräfte ein (56.). Und Letzterer war dann auch am Ausgleich beteiligt. Eine Ecke des 22-Jährigen wurde vor die Füße von Etienne Amenyido verlängert, der aus wenigen Metern das 1:1 erzielte (61.).

Anschließend lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, in dem der FCH durch Robert Leipertz die beste Chance zur Führung besaß (69./Latte). Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis, das für den VfL ob seiner eingeschränkten Vorbereitung fraglos ein tolles Ergebnis ist.

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 25.10.2020 | 22:50 Uhr

NDR | Stand: 26.10.2020, 15:56

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