VfB Lübeck verliert ohne Trainer Landerl beim FCK

NDR-Sport

VfB Lübeck verliert ohne Trainer Landerl beim FCK

Von Christian Görtzen

Nach vier Siegen in Folge hat sich Fußball-Drittligist VfB Lübeck am Mittwochabend beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0) geschlagen geben müssen. Das entscheidende Tor fiel spät.

Gut zwei Stunden vor dem Anpfiff der Partie des zwölften Spieltages hatte der VfB Lübeck eine wichtige Nachricht verkündet: Die Mannschaft werde ohne ihr komplettes Trainerteam um Chefcoach Rolf Landerl auskommen müssen. "Im Rahmen der üblichen Testreihe auf SARS-CoV-2", so hieß es in der Nachricht des Liga-Neulings, "hat es am Dienstag einen positiven Fall gegeben. Das positive Testergebnis betrifft keinen Spieler, sondern ein Mitglied des Trainerteams."

Bei allen Spielern, Betreuern und Funktionären, die die Reise nach Kaiserslautern mit angetreten haben, seien zur zusätzlichen Absicherung am Spieltag noch Schnelltests durchgeführt worden, die alle negativ ausgefallen seien, hieß es dazu weiter. Als Betreuer auf der VfB-Bank vertraten Sportdirektor Rocco Leeser, Aufsichtsrat und Ex-Kapitän Timo Neumann sowie der nicht einsatzfähige Spieler Martin Röser das Trainerteam.

Doppelchance für Lübeck

Landerl bekam zu Hause vor dem Bildschirm einen mutigen VfB zu sehen. Das Selbstbewusstein seines Teams wäre in der 23. Minute beinahe noch weiter angewachsen - wenn denn die Führung gelungen wäre. Da aber FCK-Torhüter Avdo Spahic einen Flachschuss von Yannick Deichmann stark parierte und der Nachschuss von Soufian Benyamina aus spitzem Winkel an den Außenpfosten klatschte (23.), blieb es beim 0:0.

Der FCK enttäuschte lange Zeit. Bis auf einen Pfostenschuss von Kenny Prince Redondo (27.) brachten die Pfälzer wenig zu Stande. Kurz vor dem Pausenpfiff jedoch war Lautern plötzlich ein weiteres Mal dem 1:0 nah. VfB-Kapitän Tommy Grupe kratzte den von Marius Kleinsorge geschossenen Ball noch von der Torlinie.

VfB wird Strafstoß verwehrt

Nach dem Wiederanpfiff war es eine Viertelstunde lang eine ziemlich langweilige Angelegenheit. Dann aber herrschte plötzlich Aufregung: Benyamina war im FCK-Strafraum zu Boden gegangen. Schiedsrichter Florian Exner (Beelen) entschied auf Stürmerfoul des Lübeckers an Anil Gözütok, doch das war ein Fehler. Der Lauterer hatte sich eindeutig in den Laufweg des VfB-Stürmers gestellt. Es hätte Strafstoß geben müssen.

Lübeck kassiert spät das entscheidende Tor

Die Partie war in der Folgezeit von Kampf und Krampf bestimmt. Alles sah nach einem Remis aus - bis zur 89. Minute. VfB-Torhüter Lukas Raeder verließ sein Tor, um Redondo den Ball wegzuspitzeln. Doch das misslang. Der Lauterer drehte sich schnell, passte den Ball sofort in die Mitte, wo Marlon Ritter zur Stelle war und zum 1:0 ins leere Tor schoss. Der Ausgleich gelang dem VfB nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 25.11.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 25.11.2020, 22:38

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