Trainingsauftakt bei VfL-Frauen - mit neuem Coach und vier Neuzugängen

Trainer Tommy Stroot von den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg mit (v.l.)  Sandra Starke, Tabea Waßmuth, Lena Lattwein, Turid Knaak und dem Sportlichen Leiter Ralf Kellermann

NDR-Sport

Trainingsauftakt bei VfL-Frauen - mit neuem Coach und vier Neuzugängen

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben am Sonntag die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison aufgenommen. Dabei stand Coach Tommy Stroot genauso wie vier neue Spielerinnen erstmals auf dem Platz.

Knapp sechs Wochen hat der Nachfolger des so erfolgreichen Stephan Lerch Zeit, um seine neue Mannschaft vorzubereiten. Am 28. August stehen die "Wölfinnen" im Eröffnungsspiel der Spielzeit 2021/2022 dem 1. FFC Turbine Potsdam gegenüber. Nach vier Meisterschaften in Serie hatte Lerch zum Abschied "nur" den DFB-Pokal gewonnen. Ein anderes Ziel, als die Titelverteidigung von Bayern München zu verhindern, kann es für Stroot eigentlich nicht geben.

"Man hat die Vorfreude und die Energie, die in der Mannschaft steckt, auf dem Platz gespürt. Man musste die Mädels eher bremsen. Darauf können wir aufbauen", sagte Stroot nach einer ersten intensiven Einheit mit einem 19-köpfigen Kader. "Ich schaue mit positiven Gefühlen in die kommenden Wochen."

Vorbereitung von Olympia gestört

Dabei helfen sollen auch die vier neuen Spielerinnen, die beim Trainingsauftakt dabei waren: die deutschen Nationalspielerinnen Turid Knaack (Atletico Madrid), Tabea Waßmuth, Lena Lattwein (beide TSG Hoffenheim) und Sandra Starke (SC Freiburg). Noch nicht auf dem Platz standen die Isländerin Sveindis Jonsdottir (Kristianstads DFF), Joelle Smits (PSV Eindhoven), Lynn Wilms (FC Twente) und Jill Roord (Arsenal WFC). Die beiden Letztgenannten gehören ebenso wie Shanice van de Sanden und Dominique Janssen zum Olympia-Aufgebot der Niederlande. Die auf Abruf nominierte Smits weilt ebenso mit dem Team in Japan, soll aber, wenn sich keine Spielerin verletzt, vorzeitig zurückkehren.

Das Finale der Olympischen Spiele findet am 6. August statt. Wie weit auch immer es die Wolfsburgerinnen in Japan, zu denen auch die Schwedin Rebecka Blomqvist gehört, schaffen, sie werden mit deutlicher Verspätung wieder die grünen Trainingsleibchen überstreifen. Olympia stört die Vorbereitung. "Das Individualisieren wird in der Vorbereitung eine ganz, ganz wichtige Rolle spielen", sagte Stroot, mit dem auch die beiden neuen Co-Trainerinnen Sabrina Eckhoff und Kim Kulig die Arbeit aufnahmen. Pauline Bremer absolvierte ihr erstes Teamtraining nach ihrem Kreuzbandriss, Alexandra Popp war zwar anwesend, ist aber noch nicht wieder fit.

Stroot: "Ziele zu erreichen, wird nicht einfacher"

Stroot hatte schon bei seiner Vorstellung im Juni betont, mit dem VfL um Titel spielen zu wollen. Auf das, was ihn in Wolfsburg erwartet, sei er "extrem neugierig". Er rechnet durch den dritten Champions-League-Platz mit einem Boost für den deutschen Frauenfußball. "Es wird nicht einfacher, die Ziele, die in den letzten Jahren so geholt worden sind, auch weiter zu verwirklichen. Aber das ist die Aufgabe", betonte der 32-jährige Nordhorner, der Twente Enschede 2019 zur niederländischen Meisterschaft geführt hatte.

Die erste Bewährungsprobe steht in zwölf Tagen an: Am 30. Juli empfangen die Niedersächsinnen Rosenborg Trondheim am Elsterweg. Außerdem sind Testspiele gegen die PSV Eindhoven, den FC Twente, Werder Bremen und Bayer Leverkusen geplant.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 18.07.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 18.07.2021, 20:27

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