THW Kiel und Flensburg im Meisterrennen weiter Kopf an Kopf

Die Flensburger Handballer feiern.

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THW Kiel und Flensburg im Meisterrennen weiter Kopf an Kopf

Die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel haben am Donnerstag ihre Partien in der Handball-Bundesliga gewonnen. Der Zweikampf an der Tabellenspitze bleibt spannend.

Spitzenreiter Flensburg hatte beim 35:29 (17:16) gegen den Abstiegskandidaten Eulen Ludwigshafen mehr Mühe als erwartet, baute seine beeindruckende Heimbilanz aber weiter aus. Die SG ist nunmehr seit 50 Bundesliga-Partien in eigener Halle ungeschlagen (48 Siege, zwei Remis). Die bislang letzte Niederlage datiert vom Dezember 2017.

Die SG zeigte in der ersten Hälfte eine für ihre Verhältnisse sehr durchschnittliche Leistung, vor allem defensiv. Keeper Benjamin Buric hielt genau einen Wurf, Torbjörn Bergerud keinen. Deshalb konnten die Eulen die Partie offen gestalten und Anschluss halten. "Wir müssen immer 100 Prozent investieren, um unsere Spiele auch zu gewinnen. Das haben wir nicht über 60 Minuten geschafft und waren zum Teil zu bequem", sagte Flensburgs Trainer Maik Machulla.

Statistik: Flensburg - Ludwigshafen 35:29 (17:16)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Gottfridsson 9/3, Svan 6, Wanne 5, Golla 4, Johannessen 4, Röd 4, Larsen 3
Tore Ludwigshafen: Wagner 7, Mappes 5, Walullin 5, Bührer 3, Falk 2, Klein 2, Klimek 2, Remmlinger 2, Scholz 1

Erst nach knapp 40 Minuten wurden die Norddeutschen ihrer Favoritenrolle gerecht. Buric steigerte sich, Flensburg zog auf vier Treffer davon (25:21/44.). Der Widerstand der Gäste war gebrochen. "Als wir dann die drei oder vier Tore Vorsprung hatten, konnte man merken, dass die Energie bei Ludwigshafen verloren ging", so Machulla. Jim Gottfridsson trug sich für die SG am häufigsten in die Torschützenliste ein (9).

THW Kiel mit souveräner Vorstellung in Melsungen

Kiel löste seine schwierigere Aufgabe deutlich souveräner. Der deutsche Meister gewann mit 32:26 (15:12) bei der MT Melsungen. Nach einem guten Start lagen die "Zebras" nach zehn Minuten zwar mit 3:6 in Rückstand, dann übernahmen aber Welthandballer Niklas Landin im Tor und Domagoj Duvnjak das Kommando und sorgten für eine Führung der Kieler.

Statistik: MT Melsungen - THW Kiel 26:32 (12:15)

Tore MT Melsungen: K. Häfner 7, Reichmann 6/5, Kühn 5, Allendorf 2, Kastening 2, Pavlovic 2, Arnarsson 1, F. Lemke 1
Tore THW Kiel: Ekberg 9/4, Duvnjak 8, Sagosen 6, M. Landin 4, Weinhold 3, Reinkind 1, Zarabec 1

Zu sicher fühlen durfte sich der THW aber nicht. Melsungen biss sich zurück in die Partie und verkürzte zu Beginn der zweiten Hälfte auf 17:18. Doch der Meister blieb ruhig, konnte sich weiterhin auf Landin verlassen und hielt die Hessen anschließend auf sicherer Distanz. Neun Minuten vor dem Ende lag der THW mit 27:21 deutlich in Führung und brachte den Auswärtssieg sicher ins Ziel. Niclas Ekberg war mit neun Treffern bester Werfer der Kieler. "Es war eine schwere Aufgabe und wir haben es vom Anfang bis zum Ende gut gemacht", erklärte Superstar Sander Sagosen.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 22.04.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 22.04.2021, 21:56

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