THW Kiel nach klarem Sieg in Göppingen Tabellenzweiter

Der Göppinger Jon Lindenchrone Andersen (r.) kann Kiels Steffen Weinhold nicht am Wurf hindern.

NDR-Sport

THW Kiel nach klarem Sieg in Göppingen Tabellenzweiter

Von Johannes Freytag

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga den Patzer der Füchse Berlin genutzt und ist auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Die "Zebras" gewannen am Sonntag bei FA Göppingen souverän mit 38:26 (20:15).

Der Rückstand auf den verlustpunktfreien Spitzenreiter SC Magdeburg beträgt bei einem Spiel mehr aber immer noch sechs Zähler. Dennoch scheint der Meister seine Krise mit dem nun vierten Pflichtspielsieg in Folge überwunden zu haben. Am Mittwoch (18.45 Uhr) geht es für die Kieler in der Champions League bei AaB Aalborg weiter, am Sonntag (16 Uhr) steht in der Liga das Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig an.

THW mit nur kurzer Schwächephase

In Göppingen erwischte der THW einen Blitzstart: Niclas Ekberg mit drei Treffern und Harald Reinkind hatten nach fünf Minuten bereits eine 4:0-Führung herausgeworfen. Die Hausherren waren völlig von der Rolle und kamen mit dem Kieler Tempospiel überhaupt nicht zurecht. Zudem handelte sich FA in der Folgezeit zwei Zeitstrafen ein - und wenig später lag Kiel bereits mit sieben Toren vorn (10./9:2).

Danach wurde es kurios: Erst ließen die "Zebras" Göppingen bis auf einen Treffer herankommen (19./11:10), dann zogen sie wieder auf sechs Tore davon (24./17:11). Domagoj Duvnjak sorgte mit einem wuchtigen Rückraumwurf für die 20:15-Pausenführung der Kieler.

"Zebras" im zweiten Durchgang makellos

Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da hatte der THW vorzeitig die Weichen auf Sieg gestellt: Ein 4:0-Lauf gepaart mit einem gehaltenen Siebenmeter von Niklas Landin ließ den Vorsprung der Gäste auf neun Tore anwachsen (35./24:15). Und diesmal leistete sich Kiel keine Schwächephase wie in Hälfte eins, sondern hielt Göppingen auf Distanz.

Stenogramm FA Göppingen - THW Kiel 26:38 (15:20)

Tore Göppingen: Lindenchrone Andersen 6, Bagersted 4, Ellebaek 4, Gulliksen 3, Hermann 3, Goller 2/2, Kozina 2, Zelenovic 2
Tore Kiel: Ekberg 11/5, Duvnjak 7, Dahmke 6, Reinkind 5, Sagosen 3, Weinhold 3, Wiencek 2, Ciudad Benitez 1
Zuschauer: 4.000
Strafminuten: 10 / 4

"Alles ist gut, noch 15 Minuten Konzentration", rief Trainer Filip Jicha seinem Team in einer Auszeit zu (45.). Sorgen musste sich der Tscheche aber nicht wirklich machen. Ekbergs elftes Tor im elften Wurf bedeutete das 32:21 (49.). Die Partie war längst gelaufen, aber der Meister blieb hungrig. 38 Treffer waren es am Ende, mehr hatten die Kieler in dieser Saison lediglich in der Champions-League-Partie gegen Elverum (41:36) erzielt.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 21.11.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 21.11.2021, 17:51

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