Hendrik Pekeler vom THW Kiel im CL-Heimspiel gegen Vardar Skopje mit einem Dreher.

NDR-Sport THW Kiel in der Champions League wieder auf Kurs

Stand: 02.12.2021 22:42 Uhr

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat ohne Glanz seine Pflicht erfüllt. In der Champions League gelang am Donnerstagabend ein 32:30 (18:16) gegen den nordmazedonischen Meister HC Vardar Skopje.

Von Christian Görtzen

Damit gaben die "Zebras" am 9. Spieltag die passende Antwort auf die Niederlage zuvor bei Aalborg Handbold. Kiel ist mit jetzt 13:5 Punkten auf den zweiten Platz der Gruppe A zurückgekehrt. Sollte die Mannschaft von Trainer Filip Jicha auch nach dem 14. Spieltag dort oder sogar auf Rang eins stehen, würde sie sich das Achtelfinale ersparen. Dann ginge es auf direktem Wege ins Viertelfinale.

Kiels ewiger Rivale SG Flensburg-Handewitt darf darauf in Gruppe B schon längst nicht mehr hoffen. Am Abend zuvor hatte es eine deutliche Niederlage beim ukrainischen Meister HC Motor Soporoschje gesetzt.

THW Kiel kann sich nicht entscheidend absetzen

Der Start in das Heimspiel gegen Skopje hätte aus Sicht der "Zebras" kaum besser verlaufen können, denn Torhüter Niklas Landin wehrte gleich in den ersten 90 Sekunden zwei freie Würfe der Gäste ab. Und auch in der Offensive passte es ganz gut: Der norwegische Nationalspieler Sander Sagosen sorgte in der 13. Minute mit dem 9:5 für die erste Vier-Tore-Führung.

Nur: So lief es nicht weiter. Kiel leistete sich einige Unkonzentriertheiten, und Landin konnte sein sehr gutes Anfangsniveau zu halten. Und so kam Skopje heran, bis auf ein Tor. Jicha reagierte, er brachte Dario Quenstedt für den dänischen Weltmeister. Die Schleswig-Holsteiner gingen schließlich mit einer 18:16-Führung in die Pause.

THW-Spieler Ehrig stark in der Schlussphase

Nach Wiederbeginn gelang den Norddeutschen eine Leistungssteigerung. In der Deckung standen sie jetzt deutlich kompakter, und vorne wurden die Chancen besser genutzt. Mit der Folge, dass sie nach zwölf Minuten der zweiten Hälfte mit einem 5:0-Lauf die Grundlage zum Gewinn der beiden Punkte geschaffen hatten. Hendrik Pekeler erzielte das 26:19.

THW Kiel - Vardar Skopje 32:30 (18:16)

Tore Kiel: Sagosen (8), Ehrig (5), Duvnjak (5), Wiencek (3), Pekeler (3), Magnus Landin (2), Dahmke (2), Zarabec (2), Weinhold (1), Ekberg (1/1)
Tore Skopje: Kuduz (9), Toto (5), Stoilov (2), Alexis Nyokas Zalamou (2), Cuni Morales (2), Guy Nyokas Zalamou (2), Diallo (2), Taleski (2), Dibirov (2), Czuwara (1/1), Djukic (1)
Strafminuten: 2/6

Der Vorsprung schrumpfte zwar noch einmal auf zwei Tore, doch letztlich gelang der Sieg - nicht zuletzt auch dank der Treffsicherheit von Rechtsaußen Sven Ehrig in der Schlussphase. Erfolgreichster Kieler war Sagosen mit acht Treffern.

Szilagyi: "Große Verantwortung" bei nächsten Heimspielen

Schon vor dem Anwurf waren die Entschlüsse der Bund-Länder-Runde natürlich ein großes Thema gewesen. Der THW darf seine Halle nur noch mit maximal 5.000 Zuschauern besetzen. Geschäftsführer Viktor Szilagyi sieht viel Arbeit auf den Verein zukommen: "Einerseits bedeutet das natürlich einen großen logistischen Aufwand für die letzten beiden Heimspiele, andererseits aber auch eine große Verantwortung, wieder so gewissenhaft mit diesen Einschränkungen umzugehen."

Bevor es so weit ist, geht es erst einmal auf eine kurze Reise. Für Kiel steht am Sonntag (13.40 Uhr, live im NDR Fernsehen und bei NDR.de) in der Bundesliga die Partie beim HSV Hamburg an.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 02.12.2021 | 23:03 Uhr