THW Kiel erreicht souverän Champions-League-Viertelfinale

Sander Sagosen (l.) vom THW Kiel im Champions-League-Spiel gegen Pick Szeged beim Wurf

NDR-Sport

THW Kiel erreicht souverän Champions-League-Viertelfinale

Von Hanno Bode

Der THW Kiel steht in der Runde der letzten Acht der Handball-Champions-League. Der Titelverteidiger gewann am Mittwochabend auch das Achtelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged mit 33:28 (18:15), nachdem er schon bei den Ungarn mit demselben Resultat gesiegt hatte.

"Wir hatten Szeged sehr unter Kontrolle. Am Ende konnten wir sogar noch ein bisschen durchwechseln, sodass fast jeder zum Einsatz gekommen ist. Das war ein guter Abend für uns", sagte THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler dem NDR.

Recht hatte er, auch wenn die Schleswig-Holsteiner am Mittwochabend auf mehr Gegenwehr als beim ersten Duell mit den Magyaren trafen, in dem sie zur Pause mit 21:13 führten. Das Team von Coach Filip Jicha lag nach einem etwas unkonzentrierten Beginn nach neun Minuten mit 3:5 in Rückstand. Dieser hätte sogar höher ausfallen können, wenn Keeper Niklas Landin wie im Hinspiel nicht erneut überragend gehalten hätte.

Sagosen und Landin wie im Hinspiel überragend

Neben dem Dänen stach Sander Sagosen bei den "Zebras" heraus. Immer wieder stellte der norwegische Ausnahme-Handballer Szegeds Deckung mit seiner Dynamik und tollen Wurftechnik vor unlösbare Aufgaben. Das Rückraum-Ass erzielte die ersten vier Kieler Treffer, bevor sich in Steffen Weinhold ein weitere THW-Akteur in die Torschützenliste eintrug (5:5/10.). Im Anschluss schwächten sich die Ungarn durch Zeitstrafen selbst, sodass der Titelverteidiger auf 8:5 davonziehen konnte (14.). Die Norddeutschen lagen nun also in der Summe beider Begegnungen mit acht Toren in Führung - und gönnten sich eine kleine Verschnaufpause.

THW Kiel - Pick Szeged 33:28 (18:15)

Tore THW Kiel: Sagosen 9, Ekberg 7/3, Wiencek 7, M. Landin 2, Reinkind 2, Sunnefeldt 2, Weinhold 2, Duvnjak 1, Pekeler 1
Pick Szeged: Radivojevic 7/2, Banhidi 4, Bombac 4, Canellas 2, Kasparek 2, Mackovsek 2, Vujin 2, Bodo 1, Gaber 1, Källman 1, Sostaric 1/1, Stranovsky 1

Szeged konnte durch Dean Bombac bald darauf zum 13:13 egalisieren (26.), agierte insgesamt aber im Angriff nicht konstant genug, um den Druck auf die "Zebras" weiter erhöhen zu können. Und auch die Abwehr war in Gänze etwas zu unbeweglich, sodass die Hausherren zur Halbzeit wieder mit drei Treffern führten.

Schnelle Vorentscheidung nach der Pause

Nach der Pause sorgte das Jicha-Team mit einem 3:0-Lauf zum 21:15 schnell für die Vorentscheidung (34.). Szeged gab sich zwar nicht auf und versuchte anschließend, den THW-Rückraum mit einer offensiveren Deckung besser aus dem Spiel zu nehmen. Doch dies gelang nur sporadisch. Zwar traf Sagosen nun nicht mehr wie im ersten Abschnitt, als er sieben Tore erzielte, beinahe nach Belieben. Dafür jedoch öffneten sich den Schleswig-Holsteinern immer wieder Räume am Kreis, in die sie abgeklärt hineinliefen und von dort aus erfolgreich waren.

Im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain

Am Ende war es eine souveräne Vorstellung des Bundesliga-Zweiten, der im "Königsklassen"-Viertelfinale nun auf Paris Saint-Germain trifft. Der französische Meister gewann am Donnerstagabend auch das Achtelfinal-Rückspiel gegen den slowenischen Titelträger RK Celje. Nach dem 37:24 im Hinspiel setzte sich das Team um den dänischen Superstar Mikkel Hansen im zweiten Duell mit 31:23 durch.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 07.04.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 09.04.2021, 10:13

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