SG Flensburg-Handewitt holt ersten Sieg in Handball-Champions-League

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt jubeln.

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SG Flensburg-Handewitt holt ersten Sieg in Handball-Champions-League

Von Ines Bellinger

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben den ersten Sieg in dieser Champions-League-Saison eingefahren und wahrten so die Chance auf das Erreichen der Playoff-Runde.

Am sechsten Spieltag bezwang die Mannschaft von Trainer Maik Machulla HC Motor Saporoschje mit 34:27 (13:11). Nach dem Heimerfolg gegen den ukrainischen Meister stockte die SG ihr Punktekonto auf drei Zähler auf. Flensburg bleibt in der Gruppe B aber trotzdem Achter und Letzter, weil Dinamo Bukarest überraschend KC Veszprém bezwang (31:29). Für das Erreichen der Playoff-Runde ist Platz sechs nötig.

Hampus Wanne war mit acht Treffern Flensburgs bester Schütze. Für die Ukrainer war Wiatschaslau Bochan siebenmal erfolgreich. Das Interesse an der Heimpartie am Donnerstagabend war wohl auch wegen der späten Anwurfzeit nicht sonderlich groß. Die 4.200 verfügbaren Plätze in der "Hölle Nord" waren nicht einmal zur Hälfte besetzt.

Entwarnung bei Mensah Larsen

Das Fragezeichen hinter einem weiteren Wackelkandidaten konnten die ersatzgeschwächten Flensburger vor dem Anwurf streichen. Mads Mensah Larsen, am Mittwoch noch mit Magen-Darm-Problemen im Krankenstand, gehörte zur Start-Sieben.

Möller und Wanne als Aktivposten

Nach einem zerfahrenen Beginn brauchte die SG eine gute Viertelstunde, um ins Rollen zu kommen. Zwar schalteten die Flensburger in Aidenas Malasinskas den vermeintlich gefährlichsten Spieler im Rückraum der Gäste aus, doch im Angriff fehlte der Zug zum Tor. Machulla quittierte das kopfschüttelnd und mit deutlichen Worten in der ersten Auszeit (12./4:6). Erst als Linksaußen Wanne drei Tore in Serie erzielte und Torhüter Kevin Möller den Laden hinten drei Minuten lang dicht hielt, zog Flensburg auf 10:7 davon (19.), verpasste es danach aber, den Vorsprung bis zur Pause noch weiter auszubauen. Mit einem 13:11 ging es in die Kabinen.

SG Flensburg-Handewitt - HC Saporoschje 34:27 (13:11)

Tore für Flensburg: Wanne 8/5, Einarsson 7, Golla 5, Lindskog 5, Steinhauser 4, Mensing 3, Gottfridsson 1, Larsen 1
HC Saporoschje: Bochan 7, Malasinskas 4/1, Puchouski 4, Kosakewytsch 3/1, Horiha 2, Sebetic 2, Wasilew 2, Denysow 1, Kasai 1, Kubatko 1
Zuschauer: 1.234
Strafminuten: 10 / 14

Neuzugang Einarsson wird immer stärker

In den zweiten Durchgang starteten die Hausherren sehr viel konzentrierter als in die erste Hälfte und profitierten in der Folge auch von der weitgehend behäbigen Spielweise der Ukrainer. So fiel es der SG nicht allzu schwer, den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Wanne traf zuverlässig, vor allem vom Siebenmeter-Punkt. Und der erst kürzlich aus Kristianstad verpflichtete Teitur Orn Einarsson erweist sich immer mehr als Glücksgriff. Sieben Treffer markierte der Linkshänder aus Island in seinem dritten Spiel im Flensburger Trikot. Er bekam kurz vor dem Ende auch den geballten Frust von Denis Vasilev zu spüren. Für den Ukrainer war nach seinem groben Foul in der 59. Minute ein bisschen früher Schluss als für seine Kollegen. Er sah für die Aktion glatt Rot.

Am Sonntag geht es für das Machulla-Team nun zunächst in der Bundesliga beim Tabellennachbarn Frisch Auf Göppingen weiter.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 28.10.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 28.10.2021, 22:36

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