Frauenfußball Alexandra Popp lässt WM-Teilnahme offen

Stand: 28.09.2022 17:41 Uhr

Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp will sich mit Blick auf ihre Teilnahme an der Fußball-WM 2023 in Australien und Neuseeland noch nicht 100-prozentig festlegen. Das erklärte die 31-Jährige in einer Medienrunde ihres Clubs VfL Wolfsburg.

"Stand jetzt steht es auf meiner Agenda, das kann aber auch anders laufen", sagte Popp und lieferte dafür auch gleich eine Erklärung. "Ich bin extrem von Gefühlen meines Bauches geleitet. Deswegen kann es passieren, dass ich in einem halben Jahr sage: Das ist jetzt der Moment, wo ich aufhöre."

Vor diesem Hintergrund habe sie die Entscheidung "grundsätzlich offen gelassen. Aber die WM ist schon in meinem Fokus zur Zeit", versicherte die Vize-Europameisterin, die Ende Juli das EM-Finale gegen Gastgeber England (1:2 n.V.) wegen muskulärer Probleme verpasst und später ihren Vertrag beim VfL bis 2025 verlängert hatte.

Popp sieht sich "im zweiten Frühling"

Es wäre "charmant" gewesen, die lange internationale Karriere mit dem EM-Titel zu beenden, sagte die 121-malige Nationalspielerin. Durch das erfolgreiche Turnier, ihre tolle Mannschaft und die gute Fitness nach langer Verletzungsmisere fühle sie sich derzeit "im zweiten Frühling". Auch beim Double-Gewinner aus Wolfsburg mache es "extrem viel Spaß, auf dem Platz zu stehen".

Privat hat der EM-Hype Popps Leben spürbar verändert. Auf der Straße wird sie häufiger angesprochen, die Anfragen von Sponsoren und Medien reißen nicht ab. Alle Angebote kann die Olympiasiegerin von 2016 aus Zeitgründen nicht annehmen - wie eine Anfrage zum Format "RTL Turmspringen".

"Da müsste ich ja auch das ein oder andere Mal trainieren, wie man so einen komischen Auerbach macht", erklärte Popp und fügte lachend hinzu: "Da ist auch die Verletzungsgefahr einfach zu groß - wenn ich mit dem Gesicht bremse im Wasser, das wissen wir ja alle, das kann gehörig weh tun."

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 28.09.2022 | 23:03 Uhr