SV Meppen lässt gegen Türkgücü die Einstellung vermissen

SV Meppen unterliegt Türkgücü München - die Tore Verfügbar bis 22.01.2021

NDR-Sport

SV Meppen lässt gegen Türkgücü die Einstellung vermissen

Von Florian Neuhauss

Die eigentlich so kampfstarken Emsländer ließen sich vom Aufsteiger den Schneid abkaufen und enttäuschten auf ganzer Linie.

Der SV Meppen hat sein letztes Drittliga-Spiel des Jahres gegen Türkgücü München mit 1:4 (1:2) verloren. Die eigentlich so kampfstarken Emsländer enttäuschten in ihrer achten Partie in den vergangenen vier Wochen auf ganzer Linie.

Dass das Spiel am Mittwochabend überhaupt stattfand, hatte der Schiedsrichter im letzten Moment entschieden. Erst nach einer Begehung des vom Wetter der vergangenen Tage in Mitleidenschaft gezogenen Platzes um 17 Uhr, als eigentlich schon der Anpfiff ertönen sollte, gab Sven Waschitzki grünes Licht. Sehr zum Missfallen von Meppens Trainer Torsten Frings, der von irregulären Bedingungen und erhöhter Verletzungsgefahr für die Spieler sprach.

Zu allem Überfluss verletzte sich wenig später auch Florian Egerer, der noch vor der Pause ausgewechselt werden musste. Allerdings war für den Kapitän nach einem Zusammenprall Schluss, der sich auch hätte bei besseren Platzverhältnissen so ereignen können.

Türkgücü nimmt die Bedingungen an

Viel ärgerlicher war aus Meppener Sicht, dass die Mannschaft offenbar die Einstellung ihres Coaches zum Spiel mit auf den Rasen gebracht hatten, als mit einer halben Stunde Verspätung die Begegnung begann. Während die Münchner versuchten, das Beste aus den Bedingungen zu machen und die eine oder andere ansprechende Kombinationen zeigten, dauerte es fast 26 Minuten bis zur ersten Möglichkeit der Gastgeber. Der Abschluss von Valdet Rama verdiente allerdings nicht die Bezeichnung Torschuss.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Emsländer auch schon 0:1 hinten. Sie hatten nach einem Einwurf für die Gäste geschlafen. Kilian Fischer nutzte den Freiraum auf der rechten Seite zu einer punktgenauen Flanke, Petar Sliskovic vollendete zu seinem elften Saisontor (15.). Spätestens mit dem Treffer hatte der Aufsteiger den Beweis angetreten, dass auf dem Rasen Fußball gespielt werden konnte.

Freude über Meppener Ausgleich währt nur kurz

Der Ausgleich für die Hausherren fiel nach einer Standardsituation. Bei einer Ecke kam der unsicher wirkende René Vollath nicht aus seinem Tor, dafür Lars Bünning frei zum Kopfball - 1:1 (42.). Doch der Jubel über den glücklichen Treffer währte nur kurz. Wieder kamen die Münchner über die rechte Seite durch, mehrere Meppener verließen sich auf ihren Nebenmann. Wieder legte Fischer auf, diesmal ließ Furkan Kircicek Keeper Erik Domaschke mit seinem Schuss aus 16 Metern keine Chance (44.). Kurz nach dem Wiederanpfiff wäre Domaschke erneut machtlos gewesen, doch der Kopfball von Aaron Berzel wurde noch an die Latte gelenkt (52.).

SVM-Defensive pennt bei einer Ecke

Mit fortlaufender Spieldauer wurden die Platzverhältnisse allerdings zusehends kritischer. Meppen nahm das Heft nun zwar in die Hand, über lange Bälle und Standardsituationen kam das Frings-Team aber nicht hinaus. Mit einem Distanzschuss prüfte Joker Hilal El-Helwe immerhin mal Vollath (69.), zwei Minuten später war die Partie aber schon entschieden. Die Meppener Hintermannschaft sah bei einer Ecke nicht gut aus, Alexander Sorge traf im Nachsetzen zum 3:1. Zwar steckten die Niedersachsen in der Schlussphase nicht auf, doch sie kassierten in der Nachspielzeit sogar noch das 4:1 von Nico Gorzel. Meppen "überwintert" damit auf Rang 13.

Ursprünglicher Termin schon am 21. November

Ursprünglich war das Duell des SVM mit dem Aufsteiger am 11. Spieltag für den 21. November vorgesehen gewesen. Wegen Corona-Infektionen im Tross der Meppener war die Begegnung jedoch ausgefallen.

Insgesamt waren so gleich drei Partien verlegt worden. Das Spiel gegen Waldhof Mannheim (9. Spieltag) wurde bereits nachgeholt - Meppen siegte mit 2:0. Die Partie bei Bayern München II vom 10. Spieltag ist für den 12. Januar (19 Uhr) neu angesetzt worden.

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Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 23.12.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 23.12.2020, 20:38

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