Hamburg-Halbmarathon-Sieger Samwel Mailu aus Kenia.

NDR-Sport Kenianischer Doppelsieg beim Hamburger Halbmarathon

Stand: 26.06.2022 14:55 Uhr

Die 28. Auflage des Hamburger Halbmarathons mit rund 7.000 Teilnehmern ist am Sonntag mit einem kenianischen Doppelsieg zu Ende gegangen. Die erhofften Bestzeiten wurden allerdings sowohl von Samwel Mailu bei den Männern als auch Ludwina Chepngetich bei den Frauen verpasst.

Mailu benötigte bei heißen Temperaturen für den 21,1 Kilometer langen Rundkurs mit Start auf der Reeperbahn und Ziel an den Messehallen 1:01:52 Stunden und war damit eine Minute langsamer als Merhawi Kesete (Eritrea/1:00:52) bei seinem Sieg 2015. Chepngetich lief eine Zeit von 1:12:32 Stunden - der Rekord von Gladys Jeptepkeny (Kenia/1:10:13 Minuten) aus dem Jahr 2018 hat damit ebenfalls weiter Bestand.

Welday verpasst Gabius-Rekord

Auch der Hamburger Rekord von Arne Gabius aus dem Jahr 2015 wurde nicht geknackt: Haftom Welday vom Hamburger Laufladen kam bei schwülen Temperaturen nach 1:03:44 Stunden als Sechster ins Ziel und war damit 70 Sekunden langsamer als Gabius. "Es war mein erster Wettkampf nach neun Monaten. Es war sehr hart und ich bin gücklich, dass ich durchgelaufen bin", sagte Welday.

Schnellste deutsche Läuferin war wie schon beim Marathon vor zwei Monaten Kristina Hendel von der LG Braunschweig, die in 1:15:59 Stunden Sechste wurde.

Rund 7.000 Teilnehmer am Start

Insgesamt hatten rund 7.000 Teilnehmer die Strecke quer durch Hamburg in Angriff genommen und mit den hohen Temperaturen zu kämpfen, einige mussten versorgt werden. Dabei hatte der Veranstalter nach den Erfahrungen von 2019 vorgesorgt. Vor drei Jahren war es bei Temperaturen von über 30 Grad zu einem Wassermangel gekommen. Die Hamburger Feuerwehr hatte damals einen "Notfall mit Massenanfall von Verletzten" ausgerufen angesichts von 57 kollabierten Läuferinnen und Läufern. Diesmal waren Veranstalter und Läufer besser vorbereitet, die Temperaturen waren zudem nicht so hoch.

500.000 Liter Wasser und Duschen an der Strecke

"Uns ist nichts Dramatisches berichtet worden", sagte der Sportliche Direktor Karsten Schölermann am frühen Nachmittag über das aktuelle Geschehen und verwies auf das umgesetzte Konzept: "Es hat funktioniert." So waren an sieben Wasserstellen an der Strecke sowie an Start und Ziel rund 500.000 Liter an Getränken vom Titelsponsor bereitgestellt worden.

Im Einsatz waren Unfall-Hilfsmelder und Sanitäter per Krad und Fahrrad. Zudem gab es zur Abkühlung für die rund 7.000 Teilnehmer Duschen und Wasserbottiche. Auf seiner Homepage hatte der Veranstalter ausführliche Tipps für das Laufen bei Hitze gegeben.

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Dieses Thema im Programm:
Hamburg Journal | 26.06.2022 | 19:30 Uhr