HSV Hamburg verliert im Duell der Aufsteiger in Lübbecke

Johannes Bitter vom HSV Hamburg

NDR-Sport

HSV Hamburg verliert im Duell der Aufsteiger in Lübbecke

Der HSV Hamburg hat am Donnerstagabend in der Handball-Bundesliga eine bittere Niederlage kassiert. Im Duell der beiden Aufsteiger verlor die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen mit 27:29 (11:13).

Um 20.40 Uhr ertönte der Abpfiff, drei Minuten später hatten die Spieler beider Teams abgeklatscht. Dann hüpften die Hausherren jubelnd durch die Halle und feierten mit den 1.072 Zuschauern ihren vierten Saisonsieg. Beim HSVH gingen die Köpfe runter. Die Frage, warum sie vor allem die Anfangsphase der zweiten Halbzeit so verschlafen hatten, dürfte die Hamburger noch ein bisschen beschäftigen. "Das ist nicht unsere Art und nicht unser Anspruch", ärgerte sich Jansen.

Mit bereits zwölf Pluspunkten und dem achten Platz hatten die Gäste vor dem Spiel doppelt so viele Zähler wie Lübbecke auf dem Konto gehabt. Doch die Offensive der Hanseaten war lange zu ungefährlich. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand sieben Tore. Mehr als Ergebniskosmetik gelang in der Schlussphase nicht mehr. Die Niederlage war leistungsgerecht.

Aufholjagd des HSVH kommt zu spät

Der HSVH hatte sich schon in den ersten Minuten schwergetan und lag nach 18 Minuten mit drei Toren hinten (6:9). Erst nach der Auszeit von Trainer Jansen kam die Mannschaft ins Spiel: Casper Ulrich Mortensen verwandelte in der 28. Minute seinen dritten Siebenmeter zum 11:11 Ausgleichstreffer. Die Norddeutschen fanden allerdings insgesamt zu selten Lösungen gegen die robuste Abwehr der Gastgeber - und leisteten sich in den beiden letzten Spielminuten der ersten Hälfte zwei Fehler, sodass Lübbecke wieder mit einer 13:11-Führung in die Kabine ging. Aufgefallen war aber wieder einmal Rückhalt Jogi Bitter - der Torhüter konnte knapp 33 Prozent der Bälle abwehren.

Stenogramm TuS N-Lübbecke - HSV Hamburg 29:27 (13:11)

Tore für Lübbecke: Skroblien 6/3, Strosack 5, Mrakovcic 4, Heiny 4, Franke 3, Petreikis 3, Petrovsky 2, Kontrec 1, Spohn 1
Tore für Hamburg: Mortensen 8/3, Tissier 5, Weller 4/2, Forstbauer 3, Schimmelbauer 3, Bauer 2, Bergemann 1, Waliullin 1
Zuschauer: 1.072
Strafminuten: 10 / 10

Nach der Pause ging es gerade in den ersten Minuten zu einfach: Die Abwehr der Hanseaten war zu lückenhaft - der TuS nutzte es aus und zog bis auf sieben Treffer davon (21:14/41.). Der Wille der Gastgeber war spürbar - Lübbecke an diesem Abend der verdiente Sieger. Doch der HSVH kämpfte noch mal heran und wollte in den letzten Minuten zeigen, warum er bisher eine so gute Runde gespielt hat. So stand am Ende nur noch ein Zwei-Tore-Rückstand. Diesen Schwung gilt es mitzunehmen, schon am Sonntag steht zu Hause gegen die MT Melsungen das nächste Spiel an.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 25.11.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 26.11.2021, 15:15

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