Vendée Globe: Boris Herrmann fliegt dem Ziel entgegen

Vendée Globe: Endspurt für Boris Herrmann Verfügbar bis 26.04.2021

NDR-Sport

Vendée Globe: Boris Herrmann fliegt dem Ziel entgegen

Der Hamburger Segler hat weiter beste Chancen - und die Welt umrundet. Am 77. Tag kreuzte er die eigene Kurslinie vom Rennauftakt.

Boris Herrmann segelt bei seiner Vendée-Globe-Premiere im Eiltempo dem Ziel entgegen - und ist einmal rum um die Welt. Der Hamburger kreuzte am 77. Tag die eigene Kurslinie vom Rennauftakt.

Damit hat der 39-Jährige die Welt als erst dritter deutscher Segler nach Wilfried Erdmann (1984/1985 und 2000/2001) und Susanne Huber-Curphey (2018/2019) und als erster Regattateilnehmer alleine und nonstop umrundet. Der Skipper der "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" lag am Sonntag weiterhin auf Platz drei und aussichtsreich im engen Rennen. Neuer Spitzenreiter ist der Franzose Louis Burton ("Bureau Vallée 2"), sein Landsmann Franzose Charlie Dalin belegt Rang zwei. Seine "Apivia" soll Probleme mit den Foils, den Tragflächen haben.

"Das Podium ist absolut realistisch. Der dritte Platz am ehesten. Aber es wird sehr knapp in beide Richtungen", sagte Herrmann: "Das Glück muss dabei mitspielen. Ich kann genauso gut zurückfallen auf den fünften, möglicherweise sogar siebten Platz."

"Das hat's noch nie gegeben in der letzten Woche eines Vendée Globe, dass noch so viel passieren kann. Es geht jetzt um jeden Meter."
— Boris Herrmann

Zielankunft im Livestream bei NDR.de

Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Finale in der Nacht zum Donnerstag wahrte der 39-Jährige seine Siegchancen. Knapp 2.000 Kilometer sind es bis ins Ziel. Als einziger Segler im Spitzen-Trio wird er noch eine sechsstündige Zeitgutschrift bekommen, die er am Ende von seiner Gesamtsegelzeit abziehen darf. NDR.de wird die Zielankunft der Vendée Globe im Video-Livestream übertragen.

"Ich bin der Jäger, die anderen die Gejagten"

Die Wiedergutmachung hatte ihm die Wettfahrtleitung nach seiner Beteiligung an der Rettungsmission für Kevin Escoffier in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember zugesprochen, dessen Yacht im Südatlantik-Sturm erst durchgebrochen und dann gesunken war. "Ich konzentriere mich weiter auf mein Rennen. Ich bin der Jäger, die anderen die Gejagten. Die haben Druck und ich weiterhin eine gute Position", sagte Herrmann.

Vendée Globe: Birte Herrmann - "Boris geht über seine Grenzen" Verfügbar bis 21.04.2021

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 24.01.2021 | 22:50 Uhr

NDR | Stand: 24.01.2021, 21:29

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