Robert Marien, Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock

NDR-Sport Hansa-Boss Marien: Landesregierung muss umgehend Fans zulassen

Stand: 18.01.2022 12:49 Uhr

Clubchef Robert Marien von Fußball-Zweitligist Hansa Rostock hat die Landesregierung dazu aufgefordert, umgehend wieder Fans im Ostseestadion zu erlauben. Der 40-Jährige hat mit rechtlichen Schritten gedroht.

"Unser Ziel ist es, wieder mindestens 7.250 Zuschauer zu den Heimspielen ins Stadion lassen zu dürfen", sagte Hansas Vorstandschef der "Ostsee-Zeitung". Er könne nicht verstehen, warum Zweitligisten in anderen Bundesländern mit vergleichbaren Corona-Zahlen vor Fans spielen dürfen. Die Landesregierung müsse die Bedingungen für Hansa und alle anderen Profi-Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern umgehend verbessern, forderte der 40-Jährige.

Verluste pro Geisterspiel 650.000 Euro

Die Rostocker mussten ihr erstes Pflichtspiel des neuen Jahres gegen Hannover 96 (0:1) am vergangenen Wochenende vor leeren Rängen bestreiten. Auch am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Heidenheim sind an der Ostsee keine Fans zugelassen.

Laut Marien belaufen sich die Verluste pro Geisterspiel auf 650.000 Euro. Deshalb kündigte er rechtliche Schritte an: "Angesichts der Höhe der Beträge, die für Hansa auf der Kippe stehen, habe ich die Pflicht, die Einschränkungen rechtlich überprüfen zu lassen."

Auch Empor klagt: "Finanziell schwierig"

Unterstützung erhält Marien vom Handball-Club der Stadt. Empor Rostock klagt aufgrund leerer Hallen über Einnahme-Ausfälle im sechsstelligen Bereich. Der Zweitligist hofft auf schnelle Unterstützung von Bund und Land. "Ansonsten wird es finanziell schwierig", sagte Empors Geschäftsführer Stefan Güter.

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Sport aktuell | 18.01.2022 | 11:17 Uhr