Entscheidung in Berlin: Grizzlys träumen vom Titelgewinn

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Entscheidung in Berlin: Grizzlys träumen vom Titelgewinn

Am Mittwoch fiel die erhoffte Meisterschaftsfeier der Grizzlys Wolfsburg aus. Heute (19.30 Uhr) haben sie in Berlin aber noch eine zweite Chance - wenn auch nur als Außenseiter im Duell mit den Eisbären.

Zumindest für wenige Stunden stand der Meisterpokal der Deutschen Eishockey Liga (DEL) schon mal in Wolfsburg. Die Spieler der Grizzlys durften ihn am Mittwochabend allerdings nur angucken, nicht anfassen. Nach ihrer 1:4-Niederlage im zweiten Play-off-Finale gegen die Eisbären Berlin wurde die silberne Trophäe wieder eingepackt und in die Hauptstadt gefahren. Dort wird sie nun heute Abend definitiv übergeben. Dann fällt in einem dritten und letzten Spiel die Entscheidung, wer der 100. Meister der deutschen Eishockey-Geschichte wird.

"Der letzte Schritt ist der größte"

Nach ihrem Auftaktsieg in Berlin hätten die Wolfsburger schon am Mittwochabend alles klarmachen können. Doch dann bewahrheitete sich, was ihr Manager Karl-Heinz Fliegauf schon vor der Partie betont hatte: "Der letzte Schritt ist der größte." Eine Mannschaft, die in dieser Corona-Saison gleich mehrfach die Play-offs zu verpassen drohte, die dann gegen den Nordrivalen Fischtown Pinguins Bremerhaven kurz vor dem Aus stand und den großen Titelfavoriten aus Mannheim besiegte: Eine Mannschaft also, die schon so häufig in den vergangenen Wochen Nervenstärke bewiesen hat, wurde so kurz vor dem größten Triumph der Clubgeschichte auf einmal nervös.

Grizzlys im zweiten Duell klar unterlegen

"Die Möglichkeit, Meister zu werden, war vielleicht schwierig für uns", räumte Trainer Pat Cortina ein. Immerhin: Am heutigen Abend sind seine Grizzlys gegen die Eisbären wieder der Außenseiter. Denn auf einmal spricht wieder vieles für die Berliner. Dass sie den besser besetzten Kader haben, war schon vor dem ersten Bully dieser Finalserie klar. In Spiel zwei wirkten sie dazu noch frischer und vor allem nervenstärker. Uneingeschränkt selbstbewusste Töne waren danach jedenfalls nur aus der Kabine der Eisbären zu hören: "Wir haben die Serie noch nicht gewonnen. Aber wir haben einen Weg gefunden. Im nächsten Spiel holen wir uns den Titel", sagte Lukas Reichel.

Gelingt bei der vierten Final-Teilnahme der große Coup?

Dieses Selbstverständnis haben die Berliner den Wolfsburgern voraus. Seit der Gründung der DEL im Jahr 1994 standen sie zehn Mal im Play-off-Finale und gewannen sieben Mal. Die Niedersachsen dagegen verloren 2011 (gegen Berlin), 2016 (gegen München) und 2017 (gegen München) jeweils klar. Gerrit Fauser war bei zwei dieser Niederlagen bereits dabei. Noch einmal möchte der 31-Jährige das nicht erleben. "Wir müssen von der ersten Sekunde an bereit sein. Das waren wir heute nicht. Die Nerven gehören auch ein bisschen dazu. Aber ich weiß, dass wir es am Freitag bringen werden", sagte er.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 07.05.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 07.05.2021, 11:48

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