Friedrich/Hinze rasen im Teamsprint hauchdünn an Olympia-Gold vorbei

Die deutschen Bahnrad-Teamsprinterinnen Lea Sophie Friedrich (vorne) und Emma Hinze in Aktion.

Radsport

Friedrich/Hinze rasen im Teamsprint hauchdünn an Olympia-Gold vorbei

Beim Bahnrad-Auftakt in Tokio haben die Teamsprinterinnen Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze Silber geholt. Ein Wimpernschlag fehlte zum Olympiasieg.

Das Duo Friedrich/Hinze hat sich beim ersten Olympia-Start gleich Platz zwei gesichert. Im Finale mussten sich die jungen deutschen Weltmeisterinnen von 2020 am Montag (2.8.2021) in 31,980 Sekunden denkbar knapp dem chinesischen Duo Tianshi Zhong und Shanju Bao (31,895 Sekunden) geschlagen geben. Die Chinesinnen waren im Halbfinale in 31,804 Sekunden bereits neuen Weltrekord gefahren.

Bronze ging an das russische Team Daria Schmelewa und Anastasia Woinowa (32,252 Sekunden), das sich im Rennen um Rang drei gegen die Niederlande (32,504 Sekunden) durchsetzte.

Uibel: "Hatten uns mehr ausgerechnet"

Lob gab es nach dem Gewinn der Silbermedaille von Bahnrad-Bundestrainer Detlef Uibel: "Lea-Sophie Friedrich ist die Jüngste hier im Feld. Sie ist erst in dieser Saison als Anfahrerin infrage gekommen. Sie hat sich persönlich um mehr als zwei Zehntel gesteigert. Respekt. Ich bin sehr stolz auf beide Mädels. Das war eine Top-Leistung. Wir fahren zweimal in den Bereich des alten Weltrekords. Ich bin sehr glücklich", sagte der Berliner in der Sportschau.

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Was ist noch drin für Hinze? - "Mal gucken"

Sowohl Friedrich als auch Hinze brauchten etwas Anlauf, um sich über Silber freuen zu können statt dem verpassten Gold hinterherzutrauern. "Es war so, so knapp", sagte Friedrich. "Dann haben wir auf dem Podium realisiert, dass wir eine Medaille gewonnen haben. Jetzt sind wir mega-happy und stolz." Hinze haderte zunächst: "Wir wollten es unbedingt schaffen, aber es hat nicht geklappt." Uibel redete seinen Schützlingen aber gut zu: "Wir hatten uns schon etwas mehr ausgerechnet. Daher waren beide jetzt direkt nach dem Rennen etwas enttäuscht. Aber den Mädels gehört die Zukunft." Angesprochen auf ihr weiteres Programm in Tokio und was noch möglich ist, sagte Dreifach-Weltmeisterin Hinze: "Mal gucken."

Friedrich/Hinze in den Vorläufen stark

Friedrich und Hinze, die das jüngste Duo der gesamten Konkurrenz stellten, zeigten bereits vor dem Finale starke Läufe. Sie fuhren die Qualifikation in 32,102 Sekunden Bestzeit und verbesserten sich beim Halbfinal-Sieg gegen die Ukraine noch einmal auf 31,905 Sekunden.

Dieses Thema im Programm:
Das Erste | Olympia Tokio 2020 | 02.08.2021 | 02:00 Uhr

NDR | Stand: 02.08.2021, 13:11

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