Frauenfußball: VfL Wolfsburg schlägt Eintracht Frankfurt

Souveräner Sieg gegen Frankfurt - VfL nicht abgeschrieben Verfügbar bis 21.12.2020

NDR-Sport

Frauenfußball: VfL Wolfsburg schlägt Eintracht Frankfurt

Von Ines Bellinger

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben sich von ihrer Niederlage gegen Bayern München erholt. Das Bundesliga-Duell gegen Eintracht Frankfurt entschieden sie mit 3:0 für sich und festigten Rang zwei.

"Wir haben uns eingeschworen und uns vorgenommen, eine Reaktion zu zeigen", hatte Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch nach der herben 1:4-Pleite gegen Spitzenreiter Bayern München angekündigt. Die Frankfurterinnen, mit großen Ambitionen in ihre erste Saison unter dem Dach der Eintracht gestartet, aber schnell von der Realität eingeholt, standen nach nur 14 Punkten aus neun Spielen am Freitagabend nicht weniger unter Druck.

Traumtor von Wedemeyer

Wolfsburg startete entschlossen in die letzte Partie vor der Länderspielpause. Fridolina Rolfö brachte nach Vorlage von Zsanett Jakabfi frei vor dem leeren Tor das Kunststück fertig, den Ball statt über die Torlinie in die Arme von Eintracht-Keeperin Merle Frohms zu befördern (3.). Wenig später war die frühere Wolfsburger Torhüterin allerdings machtlos, als Joelle Wedemeyer ein Traumtor gelang. Das VfL-Eigengewächs, als Linksverteidigerin aufgeboten, schwenkte bei einem Dribbling nach innen und zog aus 25 Metern einfach mal ab. Die Kugel schlug im rechten oberen Toreck ein (9.). Das 1:0 war das erste Saisontor der 24-Jährigen.

Reuteler verpasst den Ausgleich

Die Frankfurterinnen waren nicht gewillt, früh abzuschenken. Und sie hatten sich bei der VfL-Niederlage gegen die Bayern offenbar ganz genau angesehen, wie die Abwehr der Wolfsburgerinnen auszuhebeln ist. Als ein eigentlich verunglückter Pass von Top-Torjägerin Laura Freigang (zehn Bundesliga-Treffer) unter Mithilfe von Lena Goeßling doch noch bei Geraldine Reuteler ankam, hatte die Schweizerin den Ausgleich auf dem Fuß, setzte ihren Lupfer aus spitzem Winkel aber neben das Tor (25.).

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)

Wolfsburg: Kiedrzynek - Hendrich (46. Rauch), Goeßling, Janssen, Wedemeyer - Oberdorf (84. Dickenmann), Engen - Saevik (62. van de Sanden), Huth (84. Cordes), Rolfö (70. Wolter) - Jakabfi
Frankfurt: Frohms - Hechler (90. Störzel), Kleinherne, Kirchberger, Aschauer - Feiersinger (71. Dunst), Pawollek (90. Köster) - Nüsken, Freigang, Prasnikar (88. Küver) - Reuteler (87. Panfil)
Tore: 1:0 Wedemeyer (9.), 2:0 Oberdorf (64.), 3:0 Goeßling (75./Foulelfmeter)

In Abwesenheit der immer noch verletzten Alexandra Popp, Ewa Pajor und Pauline Bremer hatte Lerch die VfL-Offensive umgestellt. Anstelle von Pia-Sophie Wolter spielte Rolfö von Beginn an. Jakabfi rückte in die Spitze, Karina Saevik auf rechts, wo die Norwegerin aber nicht viel glücklicher agierte als zuletzt. Nach einer guten Stunde musste sie für die erfahrene Niederländerin Shanice van de Sanden weichen.

Oberdorf und Goeßling machen Deckel drauf

Die Weichen auf Sieg stellte jedoch eine ganz junge Spielerin. Lena Oberdorf, an der Strafraumgrenze alleingelassen, schloss aus 16 Metern flach und platziert zum 2:0 ab (64.). Es war bereits das vierte Saisontor der 18 Jahre alten Nationalspielerin, die vor der Saison aus Essen zum VfL gekommen war. Goeßling machte mit ihrem fünften verwandelten Elfmeter in dieser Saison den Deckel drauf (75.). Freigang vergab eine Minute vor dem Ende noch die Chance zur Ergebniskosmetik für die Gäste.

Das nächste Pflichtspiel bestreitet der VfL am 6. Dezember im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den MSV Duisburg (14 Uhr).

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 20.11.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 20.11.2020, 22:10

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