Europa League: VfL Wolfsburg siegt bei FK Kukesi

Jubel beim VfL Wolfsburg nach dem Tor zum 2:0 durch Maxence Lacroix (r.) im Europa-League-Qualifikationsspiel in Kukesi

NDR-Sport

Europa League: VfL Wolfsburg siegt bei FK Kukesi

Von Florian Neuhauss, NDR.de

Der VfL Wolfsburg ist in der Europa-League-Qualifikation erwartungsgemäß eine Runde weitergekommen. Die "Wölfe" zeigten sich in Tirana treffsicher, offenbarten defensiv aber große Schwächen.

Der VfL Wolfsburg ist in die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation eingezogen. Die Niedersachsen setzten sich am Donnerstagabend mit 4:0 (2:0) beim albanischen Vizemeister und Pokalsieger FK Kukesi durch. Allerdings taten sich die "Wölfe" beim Geisterspiel in Tirana deutlich schwerer, als das Ergebnis vermuten lässt. Die ersatzgeschwächte Abwehrreihe geriet immer wieder gehörig ins Wanken. Viele Freistöße, Gelbe Karten und sogar ein Elfmeter waren die Folge. Bester Wolfsburger war neben Doppeltorschütze Wout Weghorst Torhüter Koen Casteels. Zu allem Überfluss musste Antreiber Maximilian Arnold noch vor der Pause verletzt raus. Wegen der Corona-Pandemie gibt es kein Rückspiel, in der dritten Runde haben die "Wölfe" am kommenden Donnerstag gegen FK Desna Tschernihiw aus der Ukraine Heimrecht.

Wolfsburg offenbart große Defensiv-Schwächen

Vor dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag (18 Uhr/im NDR Livecenter) gegen Bayer Leverkusen muss sich Trainer Oliver Glasner auf jeden Fall noch etwas einfallen lassen. Was im DFB-Pokal gegen Union Fürstenwalde (4:1) mit den sehr offensiven Außenverteidigern Paulo Otavio (links) und dem gelernten Stürmer Felix Klaus (rechts) noch gut klappte, offenbarte gegen Kukesi schon deutliche Schwächen. Zumal Klaus, der sich offensiv nicht sonderlich in Szene setzen konnte, sehr ungeschickt einen Elfmeter verursachte. Casteels bewahrte sein Team mit einer bärenstarken Parade vor dem Gegentor (35.).

Und auch Kapitän Josuha Guilavogui und Neuzugang Maxence Lacroix zeigten sich in der Innenverteidigung alles andere als sicher. Glasners Problem: Es fehlen die Alternativen. Deshalb sollen bis zum Ende der Transferperiode am 5. Oktober auch noch Verstärkungen her - nicht nur für die Abwehr.

Kukesi hilft tatkräftig mit

Dass es in Albanien trotzdem zum Sieg reichte, hatten die Wolfsburger auch ihren Gastgebern zu verdanken. Die ersten beiden Tore machten erst haarsträubende Fehler der Kukeser möglich, beide Male "flipperte" der Ball durch den Sechzehner und landete bei einschussbereiten VfL-Spielern. Eiskalt nutzte Weghorst die ihm so auf dem Silbertablett präsentierte erste gute Chance seines Teams zum 1:0 (21.). Zwölf Minuten später machte es Lacroix vorn deutlich besser als hinten und schloss nach einer Ecke zum 2:0 ab.

An dem Bild änderte sich auch nach der Pause wenig. Zwar hatte Weghorst drei Minuten nach Wiederanpfiff noch mal eine Gelegenheit, doch die Defensive wurde nicht stabiler. In der 58. Minute zog Joker Albin Gashi an Klaus - der wenig später ausgewechselt wurde - vorbei nach innen, sein Schuss landete an der Latte (58.). Weil Weghorst eine gute Viertelstunde später erneut zuschlug, mussten die Wolfsburger aber zumindest nicht noch zittern. Der Niederländer stellte nach Vorlage des kurz zuvor eingewechselten Joao Victor auf 3:0. Damit war die Partie entschieden. Den Schlusspunkt setzte Admir Mehmedi in der Schlussminute.

VfL-Folgegegner wären St. Gallen oder Athen

Einen Drittrundensieg gegen Tschernihiw vorausgesetzt, träfen die Niedersachsen in der vierten und letzten Qualifikationsrunde zur Gruppenphase der Europa League am 1. Oktober in einem Auswärtsspiel auf den FC St. Gallen oder AEK Athen. Das ergab die Auslosung bei der UEFA am Freitag im schweizerischen Nyon.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 17.09.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 18.09.2020, 15:14

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