Erster Matchball für Braunschweig - Hansa hofft noch

Jubel bei den Fußballern von Eintracht Braunschweig

NDR-Sport

Erster Matchball für Braunschweig - Hansa hofft noch

Eintracht Braunschweig könnte heute mit einem Sieg gegen Mannheim und bei gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz vorzeitig aufsteigen. Rostocks Chancen auf den Sprung in die Zweite Liga sind gering.

Erst der bittere Zweitliga-Abstieg am letzten Spieltag 2018. Dann der Drittliga-Klassenerhalt nur wegen der um einen Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Energie Cottbus im vergangenen Jahr. Und nun die große Chance auf die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus: Eintracht Braunschweig hat wahrlich eine nervenaufreibende und turbulente Zeit hinter sich. Heute kann der Fußball-Meister von 1967 mit einem Sieg gegen Waldhof Mannheim (19 Uhr, im Livecenter bei NDR.de und im Anschluss im Video on Demand) und bei gleichzeitigen Patzern der Verfolger am vorletzten Spieltag vorzeitig den Aufstieg schaffen. Verliert der FC Ingolstadt gegen den 1. FC Magdeburg und spielt der MSV Duisburg bei Bayern München II maximal unentschieden, würden die "Löwen" im Falle eines Erfolgs gegen die Badener aufsteigen.

Läuft es hingegen richtig blöd für den BTSV, könnte auf ihn am Sonnabend (14 Uhr, live im NDR Fernsehen und im Livestream hier bei NDR.de) ein dramatisches Saisonfinale beim SV Meppen warten.

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Antwerpen: "Schön, in so einer Situation zu sein"

Die Niedersachsen haben es neben dem Tabellenzweiten Würzburger Kickers als einziger Verein selbst in der Hand, den direkten Aufstieg mit zwei Siegen aus eigener Kraft zu schaffen. "Wenn man nicht nach links oder rechts schauen muss, wenn du dich nur auf dich selbst konzentrieren kannst und die Konkurrenz immer nachziehen muss: Dann ist das natürlich schön, in so einer Situation zu sein", sagte Eintracht-Trainer Marco Antwerpen. Allerdings muss der Dritte des Klassements vor dem Mannheim-Duell noch den Schock von Zwickau verarbeiten. Beim FSV ging Braunschweig am vergangenen Sonnabend in der letzten Minute mit 2:1 in Führung - und verlor durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 2:3.

"Wir haben schon am Sonntag beim Training versucht, wieder gute Stimmung reinzubringen. Das ist uns recht gut gelungen", erklärte Antwerpen. "Wir haben aus neun Spielen nach der Corona-Pause sechs Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage geholt, die sehr bitter war. Ich kann bei meiner Mannschaft kein Mentalitätsproblem erkennen."

Braunschweig trifft auf dezimierte Mannheimer

Die Vorzeichen für einen Erfolg gegen den Waldhof scheinen gut, denn die Badener treten ersatzgeschwächt im Stadion an der Hamburger Straße an. Michael Schultz, Kevin Conrad und Jonas Weik werden ihnen fehlen. Das Trio einigte sich mit dem Club nicht auf eine Zusatzvereinbarung, mit der sie auch nach ihrem Vertragsende am 30. Juni noch für die Mannheimer hätten spielen können. Conrad (SV Elversberg) und Weik (FC Astoria Walldorf) haben bereits Verträge bei Regionalligisten unterschrieben. Schultz möchte in die Zweite Liga wechseln und nicht das Risiko einer Verletzung eingehen. Braunschweig ist von dieser Problematik nicht betroffen. Bei den "Löwen" sind am Dienstag inklusive der fünf Leihspieler zwar insgesamt 16 Spielerverträge ausgelaufen. Antwerpen bestätigte jedoch, dass mit allen Profis Vereinbarungen für den Rest dieser Saison getroffen wurden.

Hansa gegen Uerdingen zum Siegen verdammt

Braunschweigs Nordrivale Hansa Rostock ist derweil nach zuletzt drei sieglosen Partien im Aufstiegsrennen vielleicht bereits entscheidend ins Hintertreffen geraten. Vier Zähler beträgt der Rückstand der Mecklenburger auf Ingolstadt, das als Vierter derzeit den Relegationsrang einnimmt, weil Spitzenreiter FC Bayern München II nicht aufstiegsberechtigt ist. Der Traum vom Sprung in Liga zwei könnte für Hansa also selbst bei einem Erfolg heute im Duell mit dem KFC Uerdingen (19 Uhr, im Livecenter bei NDR.de und im Anschluss im Video on Demand) bereits platzen, sollten die "Schanzer" und Braunschweig (bereits fünf Zähler vor) ebenfalls siegen.

"Abgehakt ist die Saison noch nicht, aber wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand. Wir müssen darauf hoffen, dass die Konkurrenz Federn lässt", sagte Torjäger Pascal Breier. Für den aktuellen Tabellensechsten geht es zudem in der Endabrechnung um Platz fünf, denn dann wäre die Teilnahme an der DFB-Pokal-Hauptrunde bereits perfekt. Coach Jens Härtel forderte ohnehin: "Es ist jetzt einfach an der Zeit, mal wieder ein Spiel zu gewinnen."

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 01.07.2020 | 22:40 Uhr

NDR | Stand: 01.07.2020, 08:40

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