Endlich angekommen: VfB Lübeck feiert ersten Heimsieg

VfB Lübeck erkämpft Erfolg gegen KFC Uerdingen Verfügbar bis 08.12.2020

NDR-Sport

Endlich angekommen: VfB Lübeck feiert ersten Heimsieg

Von Florian Neuhauss

Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck hat sich gegen den KFC Uerdingen den ersten Erfolg an der Lohmühle erkämpft. Ausgerechnet im ersten Heimspiel ohne Fans feierten die Hansestädter den zweiten Dreier in Folge.

"Es haben sich alle reingehauen. Einer war für den anderen da", freute sich VfB-Trainer Rolf Landerl. "Und wir haben ein wunderschönes Tor geschossen. Es war ein hart erkämpfter Sieg."

Dabei taten sich die Lübecker zu Spielbeginn ungemein schwer, oder mit anderen Worten: Uerdingen war viel besser. Peter van Ooijen hatte schon in der zweiten Minute nach einem tollen Dribbling die erste gute Chance für die Gäste, sein Schuss wurde aber gerade noch abgefälscht. Dave Gnaase schoss knapp drüber (9.), Christian Kinsombi scheiterte an Lübecks Schlussmann Lukas Raeder (10.).

Die Lübecker hatten eindeutig Tempo-Nachteile und Probleme bei der Konterabsicherung. Landerls 3-5-2-System offenbarte besonders auf der Außenbahn Defensiv-Schwächen. Aber auch im Zentrum bekamen die Schleswig-Holsteiner zu selten Zugriff.

Doch die Hansestädter überstanden die Druckphase und standen in der Folge zumindest defensiv besser. Wirklich gefährlich wurde es vor dem Krefelder Tor aber nur einmal - in der 33. Minute hätte KFC-Kapitän Assani Lukimya fast ins eigene Tor getroffen. Der Ball klatschte an den Pfosten und sprang von dort zurück ins Feld.

Zehir lässt den VfB jubeln

Nach dem Wechsel tat sich zunächst wenig - doch die Lübecker gingen wie aus dem Nichts in Führung. Mirko Boland eroberte nach einem eigenen Fehler den Ball zurück und spielte zu Ersin Zehir. Die Leihgabe des FC St. Pauli ging noch ein paar Schritte und wuchtete den Ball dann vom Sechzehner in die Maschen - 1:0 (57.).

Uerdingen musste nun kommen, aber Lübeck hielt stark dagegen. Besonders in der 71. Minute, als Raeder zusammen mit seinen Vorleuten zwei gefährliche Abschlüsse entschärfte. Der VfB wurde nun hinten reingedrängt, sorgte aber schnell wieder für Entlastung. Zwar gelang den Lübeckern kein zweiter Treffer, unter dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" beschäftigte der VfB seine Gäste nun aber und hielt sie zugleich vom eigenen Tor fern. So überstand der Liga-Neuling auch fünf Minuten Nachspielzeit, verbesserte sich in der Tabelle auf Rang 17 und dürfte so auch die Rote Karte für Co-Trainer Lukas Pfeiffer verkraften, der wohl zu heftig gemeckert hatte.

Dieses Thema im Programm:
Schleswig-Holstein Magazin | 08.11.2020 | 19:30 Uhr

NDR | Stand: 09.11.2020, 12:33

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