Eintracht Braunschweig verliert spät beim FSV Zwickau

Zwickau - Braunschweig: Die unglaubliche Schlussphase Verfügbar bis 28.06.2021

NDR-Sport

Eintracht Braunschweig verliert spät beim FSV Zwickau

Eintracht Braunschweig hat am Sonnabend einen möglicherweise vorentscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg verpasst. Der Drittligist kassierte trotz zweimaliger Führung eine bittere 2:3-Pleite in Zwickau.

Steffen Nkansah (Braunschweig), Ronny König (Zwickau) im Zweikampf.

In der 90. Minute steuerte Drittligist Eintracht Braunschweig im Gastspiel beim FSV Zwickau noch auf Siegkurs. Doch dann kam alles anders. Die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen kassierte in der Nachspielzeit zwei Treffer und am Ende trotz zweimaliger Führung eine bittere 2:3 (1:0)-Pleite beim Kellerkind. Das könnte schlimme Folgen haben, denn die "Löwen" verpassten damit am Sonnabend einen möglicherweise vorentscheidenden Schritt in Richtung Zweitliga-Aufstieg. So aber ist das Rennen wieder deutlich offener: Am Sonntag rückte der FC Ingolstadt zwei Spieltage vor Saisonende durch einen 2:0-Sieg beim SV Meppen bis auf einen Punkt an die Eintracht, die in der Tabelle auf Rang drei abrutschte, heran.

"Das ist sehr bitter. Wir gehen mit 2:1 in Führung und hatten im Spiel unzählige Chancen, machen den Sack aber nicht zu. Wir müssen uns schütteln und werden im Spiel gegen Mannheim wieder richtig gefordert sein", bilanzierte Antwerpen.

Braunschweig lässt Chancen liegen

Goalgetter Martin Kobylanski brachte die Gäste am Ende der ersten Hälfte mit einem technisch starken Schuss mit 1:0 in Führung - sein 16. Saisontreffer.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Niedersachsen ein deutliches Chancenplus, verpassten aber, die Führung auszubauen. "Wenn wir auf 2:0 stellen, wäre es schwierig geworden, wieder zurückzukommen", sagte Antwerpen. Dass kein Braunschweiger Treffer gelang, rächte sich. Nach einer Flanke von Can Coskun markierte stattdessen Elias Huth den Ausgleich (77.).

Was dann passierte, war an Dramatik kaum zu überbieten: Erst schoss Joker Yari Otto die Braunschweiger nach einem Konter mit seinem späten Tor (90.+1) in den siebten Himmel und zum vermeintlichen Sieg. Doch praktisch im Gegenzug holte Huth die Gäste auf den Boden der Tatsachen zurück - 2:2.

Das Ende? Noch immer nicht. Denn es sollte noch härter kommen für die Eintracht. Sekunden vor dem Apfiff fand eine Flanke von Coskun den Weg zu Morris Schröter, der den Ball einnickte. Der Schlusspunkt eines echten Fußball-Spektakels, an dessen Verlauf die "Löwen" schwer zu knabbern haben dürften.

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 27.06.2020 | 14:00 Uhr

NDR | Stand: 28.06.2020, 22:33

Darstellung: