3. Liga VfL Osnabrück lässt Viktoria Köln im Regen stehen

Stand: 14.01.2023 15:56 Uhr

Der VfL Osnabrück hat seinen vor der Winterpause begonnenen Aufwärtstrend fortgesetzt und ist mit einem Heimsieg ins neue Jahr gestartet. Gegen Viktoria Köln feierten die Niedersachsen am Sonnabend einen 3:1 (2:1)-Erfolg.

Von Johannes Freytag

Für den Fußball-Drittligisten war es der dritte Sieg in Serie und bereits der sechste an der Bremer Brücke. Erik Engelhardt, Robert Tesche und Marc Heider waren die Torschützen für die Lila-Weißen, die über weite Strecken der Partie dominant agierten und mit den widrigen Platzbedingungen besser zurechtkamen.

VfL-Profi Sven Köhler freute sich nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über den großen Zuschauerzuspruch - 13.600 Menschen waren im Stadion: "Wahnsinn. Das gab die Situation ja eigentlich gar nicht her - gerade bei dem Sauwetter. Ich hoffe, wir konnten ein wenig zurückzahlen, und dass sie beim nächsten Mal auch kommen."

Der VfL, der in der Tabelle auf Rang neun kletterte, hat nun zwei Auswärtspartien vor der Brust. Kommenden Sonnabend (14 Uhr) geht's zu Borussia Dortmund II, eine Woche später müssen die Niedersachsen beim MSV Duisburg ran.

Frühe VfL-Führung durch Engelhardt

VfL-Coach Tobias Schweinsteiger setzte im Tor auf Philipp Kühn - zuletzt durfte der 30 Jahre alte Routinier Anfang Oktober beim 2:3 in Dresden zwischen den Pfosten stehen, ehe Youngster Daniel Adamczyk sechs Mal den Vorzug bekam.

VfL Osnabrück: Kontinuität oder Umbruch?

Viel zu tun hatte Kühn zunächst nicht, denn Osnabrück suchte im strömenden Regen und auf durchnässtem Rasen schnell die Offensive und profitierte früh von einem Defensivschnitzer der Viktoria: Noel Niemann fing einen Fehlpass ab und zog dann aus rund 18 Metern ab, Kölns Keeper Ben Voll ließ den aufsetzenden Ball nach vorne prallen, wo Engelhardt zur Stelle war und zum 1:0 für die Hausherren abstaubte (6.).

Tesche erhöht, aber Köln trifft auch

Auch beim zweiten Osnabrücker Treffer gab die Kölner Defensive ein schlechtes Bild ab. Timo Beermann verlängerte eine Freistoß-Hereingabe per Kopf in die Strafraummitte: Dort prallte der Ball von Lars Dietz zu Torwart Voll und dann Tesche vor die Füße - der Ex-HSV-Profi drosch ihn aus kurzer Distanz unter die Latte (19.).

Der VfL hatte eigentlich alles im Griff - und musste dann doch den Gegentreffer hinnehmen. Erst wehrte Kühn einen Schuss von Mike Wunderlich stark zur Ecke ab. Doch danach machte er eine etwas unglückliche Figur: Eine zur Bogenlampe abgefälschte Hereingabe schätzte der 30-Jährige falsch ein und blieb auf der Linie, Dietz war am langen Pfosten zur Stelle und schob zum Anschlusstor ein (37.). Köln hatte nun Oberwasser, kam aber vor der Pause zu keiner weiteren Großchance mehr.

Heider sorgt für die Entscheidung

Nach Wiederbeginn hatten sich Hausherren wieder gefangen und ein leichtes spielerisches Übergewicht. Ba-Muaka Simakala vergab nach Hackenvorlage von Tesche die erste gute Gelegenheit des zweiten Durchgangs (56.), kurz darauf parierte Kölns Voll den zu zentralen Schuss von Köhler (58.). Defensiv stand die Schweinsteiger-Elf ebenfalls gut, die Gäste kamen nur selten gefährlich vor das VfL-Tor.

Erst in der 74. Minute musste Osnabrücks Keeper Kühn mal wieder in Aktion treten und einen Schuss von Marcel Risse abwehren. Der Ex-Bundesligaprofi des 1. FC Köln hätte wenig später beinahe sehenswert den Ausgleich erzielt, sein Distanzschuss prallte in bester Wembley-Manier erst gegen die Latte und dann vor der Linie auf dem Boden auf (86.). Praktisch im Gegenzug machte Heider dann alles klar. Nach flacher Hereingabe von Felix Higl, die sowohl Abwehrspieler Christoph Greger als auch Keeper Voll passieren ließen, schob der VfL-Angreifer aus zwei Metern unbedrängt ein (89.).

VfL Osnabrück - Viktoria Köln: Das Spiel in voller Länge

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 14.01.2023 | 14:00 Uhr