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DFB-Pokal: HSV will beim Bundesligisten Köln überraschen

Stand: 17.01.2022, 20:06 Uhr

Nach einem nicht sonderlich geglückten Wiederbeginn in der Zweiten Liga ist der Hamburger SV im DFB-Pokal gefordert. Am Dienstagabend gastieren die Hansestädter im Achtelfinale beim Bundesligisten 1. FC Köln.

Natürlich hatten sie sich das alles ganz anders vorgestellt. Zum Auftakt des neuen Jahres ein Dreier in Dresden, damit gleich mal ein Statement setzen und ordentlicht Fahrt aufnehmen für den weiteren Verlauf der Rückrunde in der Zweiten Liga - so hatten sie es sich beim Hamburger SV vor dem ersten Pflichtspiel im Jahr 2022 gedacht. Gekommen ist es ganz anders. Lediglich 1:1 bei Dynamo, was angesichts der dort gezeigten Leistung in der Nachbetrachtung sogar als Erfolg gewertet werden muss.

Als wäre dies aus Sicht des hanseatischen Traditionsclubs und seiner Fans nicht schon trist genug, zog am Sonnabend auch noch Werder Bremen (3:0 gegen Fortuna Düsseldorf) in der Tabelle vorbei. Damit stehen aktuell die beiden größten Rivalen des HSV - neben Werder auch der FC St. Pauli, der am Freitagabend zum Stadtderby kommt - sportlich besser da.

Da ist es aus Sicht der "Rothosen" und ihrer Anhänger nur gut, dass es zügig weitergeht, und noch dazu in einem anderen Wettbewerb. Erstmals seit der Saison 2018/2019 steht Hamburg wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals - das Team von Trainer Tim Walter tritt am Dienstag (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) beim Bundesligisten 1. FC Köln an.

HSV im DFB-Pokal bislang nervenstark

Für die Hamburger geht es darum, den Zweitliga-Frust in positive Energie für einen möglichen Pokal-Fight zu verwandeln. An "Ladung" für diesen Prozess besteht kein Mangel. Im HSV-Team herrschte nach dem Spiel in Dresden viel Unzufriedenheit und Enttäuschung. "Grundsätzlich hatten wir zu wenig Ballbesitz. Das war von meiner Mannschaft zu wenig", monierte Walter.

Walter: "Werden an unserem Plan festhalten"

Allerdings fügte der 46-Jährige auch im Hinblick auf das Spiel in Köln seinem Urteil auch schnell etwas hinzu. "Ich weiß, was in meiner Mannschaft steckt, was sie kann", sagte Walter. Zumindest im Pokal-Wettbewerb zählt Nervenstärke dazu. Eine solche war in der ersten Runde im Spiel beim Drittligisten Eintracht Braunschweig (2:1), vor allem aber in der Partie beim Zweitligakonkurrenten 1. FC Nürnberg zu sehen. Bei den Franken gelang ein 4:2 nach Elfmeterschießen.

Gelingt dies nun ein drittes Mal? Walter ist zuversichtlich, ihm gefällt vor allem der "Do-or-die"-Charakter eines Pokalspiels: "Die Jungs haben schon gezeigt, dass sie den Pokal sehr gerne haben. Wir wollen weiterkommen", so die klare Ansage des Trainers. Dafür will er an der Spielweise seines Teams nicht viel ändern: "Wir verteidigen gut und wollen viel den Ball haben. Nur dann kann man den Gegner stressen. Wir werden an unserem Plan festhalten, wollen ihn nur verbessern."

Sollte der HSV gewinnen, gäbe es dafür 1,004 Millionen Euro. Bislang hat der Verein in dieser Saison im Pokal 901.299 Euro eingenommen.

Mögliche Aufstellungen:

Köln: Schwäbe - Schmitz, Kilian, Hübers, Hector - Özcan - Thielmann, Uth, Ljubicic - Modeste, Andersson
HSV: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim - Meffert - Reis, Kittel - Jatta, Glatzel, Alidou

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 18.01.2022 | 18:00 Uhr

Quelle: NDR

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