SV Meppen verliert in Saarbrücken und belegt nun Abstiegsplatz

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SV Meppen verliert in Saarbrücken und belegt nun Abstiegsplatz

Von Florian Neuhauss

Der SV Meppen muss bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der Dritten Liga zittern. Die Emsländer verloren am Freitag beim 1. FC Saarbrücken mit 0:2 (0:1) - und rutschten einen Tag später auf einen Abstiegsplatz ab.

Die Niedersachsen haben den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand. Der KFC Uerdingen zog am Sonnabend mit einem 1:0-Sieg gegen Magdeburg am SVM vorbei. Dem Tabellensiebten des Vorjahres ist es nicht gelungen, auf der Schussfahrt zu wenden, der Trainerwechsel von Torsten Frings zu Rico Schmitt ist verpufft. Unter dem 52-jährigen Sachsen gab es in fünf Ligaspielen nur einen Punkt. Die Hoffnung, dass nach insgesamt acht sieglosen Partien am letzten Spieltag gegen Duisburg ein Dreier geholt wird, dürfte vor allem daher rühren, dass Meppen dem MSV durch das 0:2 den Klassenerhalt beschert hat.

"Ich kann der Mannschaft das Engagement, den Einsatzwillen und das Herzblut nicht absprechen. Wir haben alles versucht, aber es war schlussendlich nur Stückwerk", sagte der niedergeschlagen wirkende Schmitt.

Bünnings Bock beim Rettungsversuch

Dabei sah es zu Beginn der Partie im Ludwigspark gar nicht schlecht aus. Schmitts Schützlinge schienen sich vom Tiefschlag im Nordduell gegen Lübeck (0:2) erholt zu haben und konzentrierten sich erfolgreich auf die Defensive.

Doch die Meppener machten sich wie schon so oft in dieser Saison auch in Saarbrücken durch individuelle Fehler selbst kaputt, was sie sich zuvor mühsam aufgebaut hatten. Diesmal in Person von Lars Bünning. Der Verteidiger versuchte, eine Flanke, die sichere Beute von Torhüter Erik Domaschke geworden wäre, akrobatisch abzufangen - und bugsierte den Ball doch nur direkt vor die Füße von Saarbrückens Tobias Jänicke. Der Ex-Rostocker fackelte nicht lange, sondern schoss den Ball aus 16 Metern wuchtig zum 1:0 ein (14.).

Immerhin ließen sich die Niedersachsen von diesem Blackout nicht aus der Bahn werfen. Im Gegenteil: Vier Minuten später hätte Luka Tankulic fast selbst Kapital aus einem Abwehrfehler geschlagen, doch FCS-Keeper Daniel Batz senste ihn vor dem Sechzehner um - und hatte Glück, dass er mit Gelb davonkam, weil noch mehrere Saarbrücker hätten eingreifen können. Tankulic hatte kurz darauf auch die beste Chance der Gäste im gesamten Spiel, sein guter Schuss zischte aber über den Winkel (21.).

Schnelle Entscheidung statt der Wende

Insgesamt kam allerdings zu wenig von den Gästen, was die Saarländer in Gefahr gebracht hätte. Schmitt wechselte nach einer knappen Stunde Valdet Rama und Willi Evseev ein, um das lahme Offensivspiel zu beleben. Statt der Wende folgte jedoch schnell die Entscheidung: Die Hausherren konnten sich nahezu unbehelligt über das ganze Spielfeld kombinieren - und am Ende ließ sich auch noch Domaschke von Timm Golleys Schuss ins kurze Eck überlisten (62.).

Sintflutartige Regenfälle erschwerten in der Folge einen geordneten Spielaufbau. Wer aber gedacht hatte, das sei genau das richtige Wetter für den SVM, sah sich getäuscht. Viel mehr als der Versuch von Christoph Hemlein, einen Elfmeter zu schinden (80.), war nicht mehr zu notieren. Gut war das Ergebnis nicht nur für Uerdingen, Bayern II und Duisburg, sondern auch für Lübeck. Der VfB muss als Tabellenvorletzter allerdings unbedingt am Montagabend (19 Uhr, im NDR Livecenter) gegen den FSV Zwickau gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 14.05.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 15.05.2021, 16:17

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