Bremens Plan: In Augsburg siegen, Matchball sichern

Bremens Theodor Gebre Selassie (l.) bejubelt einen Treffer gegen Augsburg.

NDR-Sport

Bremens Plan: In Augsburg siegen, Matchball sichern

Fußball-Bundesligist Werder Bremen könnte sich heute mit einem Sieg beim FC Augsburg im Kampf um den Klassenerhalt in eine sehr gute Position bringen. Es kann aber auch das genaue Gegenteil passieren.

Für Werder beginnen die Wochen der Wahrheit mit einem herrlichen Ausblick auf den Hollersee und den Bremer Bürgerpark. Mit einem Aufenthalt im Parkhotel startet für das Team von Trainer Florian Kohfeldt das Quarantäne-Trainingslager, das die Deutsche Fußball Liga (DFL) vorsorglich allen Clubs der Bundesliga und Zweiten Liga vorgeschrieben hat.

Der weitere Fahrplan für die Grün-Weißen: heute (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) das so wichtige Spiel beim FC Augsburg, einem Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Danach Fortsetzung der Team-Quarantäne in der Akademie des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in Barsinghausen mit Übernachtungen im Sporthotel Fuchsbachtal und am 22. Mai das letzte Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Den letzten Eintrag in diese Agenda wünschen sich die Bremer wie folgt: Klassenerhalt erreicht!

Werder nur dank Tordifferenz auf Nichtabstiegsrang

Dafür wird den Hanseaten aber viel Energie abverlangt werden - auf dem Platz wie auch beim Rechnen. Denn im Keller der Liga geht es vor dem 33. Spieltag eng zu. Bremen steht mit seinen 31 Zählern als 15. nur dank der besseren Tordifferenz vor Arminia Bielefeld und dem Relegationsplatz. Der Vorsprung auf den Vorletzten Köln beträgt gerade einmal zwei Punkte. Andererseits sind für die Norddeutschen auch noch Hertha BSC und Augsburg erreichbar. Gelänge gegen den FCA (33) wie im Hinspiel (2:0) erneut ein Sieg, zöge Werder am Gegner vorbei und hätte vor dem abschließenden Spieltag einen Matchball auf den Klassenerhalt. Von Rechenspielen hält Kohfeldt jedoch nicht viel: "Wir müssen nicht auf andere Mannschaften schauen, weil wir es aus eigener Kraft schaffen können. Das soll auch nach Samstag noch so sein", sagte der Coach.

Fritz: "Wir haben es selbst in der Hand"

Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein brachte im NDR Interview die Perspektive für sein Team treffend auf den Punkt: "Wir können nach dem Spiel in Augsburg entweder in einer sehr guten Ausgangslage sein oder in einer sehr schlechten."

Damit Letzteres nicht eintritt, treiben die Verantwortlichen das positive Denken im Team voran. "Wenn du mit Negativgedanken ins Spiel gehst, kannst du nicht deine beste Leistung bringen. Die Situation ist nicht einfach, aber wir haben es selbst in der Hand", betonte der Sportliche Leiter Clemens Fritz.

0:0 gegen Leverkusen als Mutmacher

Kohfeldt wischt daher die Bilanz von acht sieglosen Spielen in Folge mit nur fünf erzielten Toren beiseite. Für ihn ist das 0:0 gegen Leverkusen nach zuvor sieben Niederlagen ein Zeichen der Trendwende. "Wir werden hart daran arbeiten und weiter den Glauben daran behalten, dass der Ball reinfällt. Und dann werden wir es auch erzwingen", versicherte Kohfeldt, der noch Ende April erheblich um seinen Job hatte bangen müssen.

Toprak und Friedl vor Rückkehr

Die restliche Saison zum Zuschauen verdammt ist Eren Dinkci, der gegen Leverkusen nach einem harten Einsteigen gegen Nadiem Amiri in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen worden war. Das DFB-Sportgericht belegte den Offensivakteur wegen rohen Spiels mit einer Sperre von drei Partien. Bei Ömer Toprak, dem nach seiner Wadenverletzung das Saison-Aus drohte, gibt es wieder Hoffnung: "Ömer Toprak und Marco Friedl haben beide trainiert und die Belastung gut vertragen. Da sieht es gut aus", sagte Kohfeldt am Donnerstag. Auch Manuel Mbom wird wieder dabei sein. Hinter dem Einsatz von Milos Veljkovic steht noch ein Fragezeichen.

Egal, wer spielt, Kohfeldt nahm das ganze Team in die Pflicht: "Wir müssen wirklich alles Persönliche, alle Egoismen komplett beiseite schieben und - egal, wer spielt - Vollgas geben, um in der Liga zu bleiben."

Mögliche Aufstellungen

Augsburg: Gikiewicz - Gumny, Gouweleeuw, Oxford, Pedersen - Khedira - Caligiuri, Benes - Gregoritsch, Niederlechner, Jensen
Werder: Pavlenka - Groß, Toprak, Friedl - Gebre Selassie, Eggestein, Möhwald, Augustinsson - Sargent - Rashica, Selke

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 16.05.2021 | 22:30 Uhr

NDR | Stand: 15.05.2021, 10:15

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