Alexander Zverev: Erst die Familie - und dann Becker?

Tennisprofi Alexander Zverev (l.) mit Tennislegende Boris Becker

NDR-Sport

Alexander Zverev: Erst die Familie - und dann Becker?

Alexander Zverev setzt in der neuen Tennis-Saison ganz auf die Familien-Karte. DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff hofft allerdings weiter, dass der 23-Jährige schon bald mit Boris Becker zusammenarbeiten könnte.

Zverev kehrt nach eigener Aussage zu seinen Wurzeln zurück. Nachdem sich Deutschlands bester Tennisspieler zuletzt schon von seinem Trainer David Ferrer getrennt hatte, folgte nun sein Management. Vater Alexander senior hat das Training übernommen, sein Bruder Mischa und sein Freund und Hitting-Partner Sergej Bubka junior, Sohn der ukrainischen Stabhochsprung-Legende, sollen beim Management behilflich sein.

Bei Instagram schrieb der Hamburger, er habe viel Zeit damit verbracht, "über meine kurz- und langfristigen Strategien" nachzudenken. "Deshalb, und aufgrund der andauernden weltweiten Restriktionen, habe ich mich entschlossen, zurück zu den Wurzeln zu gehen."

So bereitet sich Zverev nun auch einmal mehr im Kreise der Familie auf ein großes Turnier vor. Vom 1. bis 5. Februar steht zunächst der ATP Cup an, drei Tage später beginnen dann die Australian Open. Am Montag stand Zverev zum ersten Mal in Australien auf dem Trainingsplatz.

Erst Sieg vor Gericht, dann klarer Schnitt

Erst Ende des vergangenen Jahres hatte Zverev vor Gericht in der knapp zwei Jahre dauernden Auseinandersetzung mit seinem Ex-Manager Patricio Apey gesiegt. Seit 2019 hatte der 23-Jährige auf Team8, die von Superstar Roger Federer mitgegründete Agentur, gesetzt. Doch damit ist nun auch Schluss. Aber ist die Rückbesinnung auf die Familie von Dauer?

Hordorff geht von Zusammenarbeit Becker/Zverev aus

Geht es nach DTB-Vize Hordorff, könnte es schon bald dazu kommen, dass sich Tennis-Idol Becker als Coach um Zverev kümmert. Dies wäre "eine fantastische Kombination" betonte der frühere Trainer von Rainer Schüttler im Gespräch mit Münchner Medien. Von einer Zusammenarbeit der beiden deutschen Tennis-Schwergewichte geht der Funktionär fest aus.

Zeit hätte Becker, hat der 53-Jährige doch gerade sein Engagement als Chef des Herren-Tennis im DTB beendet. Ihm wird ein gutes Verhältnis zu Zverev und dessen Familie nachgesagt, bereits in der Vergangenheit stand Becker dem Weltranglisten-Siebten beratend zur Seite.

"Boris hat alles, was Alexander braucht"

"Boris hat mich als Trainer und auch beim DTB vollkommen überzeugt", sagte Hordorff über den früheren Coach des serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic, der wiederum ein Kumpel von Zverev ist. Becker habe als ehemaliger Champion "alles, was Alexander braucht", sagte der 64-jährige Hordorff und fügte hinzu: "Sie sprechen dieselbe Sprache. Boris kennt sich mit der deutschen Öffentlichkeit aus, kann hier Alexander bestimmt noch ein paar Tipps geben."

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 18.01.2021 | 07:25 Uhr

NDR | Stand: 18.01.2021, 13:06

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