1:2 in Athen: Wolfsburgs Europa-Reise ist beendet

Stavros Vasiliantonopoulos (l.) von der AEK Athen im Duell mit Xaver Schlager vom VfL Wolfsburg

NDR-Sport

1:2 in Athen: Wolfsburgs Europa-Reise ist beendet

Von Hanno Bode, NDR.de

Wolfsburg hat den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase verpasst. Der VfL verlor das Play-off-Spiel in Athen mit 1:2.

Die Sportvereinigung Konstantinopel - so die deutsche Übersetzung des Vereinsnamens Athlitiki Enosi Konstantinoupoleos - war für den Fußball-Bundesligisten der erwartet schwere Gegner. Der zwölfmalige griechische Meister stand den Niedersachsen schon bei Ballannahmen häufig auf den Füßen, führte die Zweikämpfe resolut und versuchte, schnörkellos und schnell das Mittelfeld zu überbrücken. Richtig flüssig war es zwar nur selten, was das Team von Coach Massimo Carrera dann in der Vorwärtsbewegung tatsächlich zustande brachte. Aber es wirkte immer noch etwas durchdachter als die im ersten Abschnitt überwiegend ideenlosen Wolfsburger Offensivbemühungen.

Pervan pariert Penalty

Der Werksclub hatte es seinem Torsteher Pavao Pervan zu verdanken, nicht einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Der Vertreter des verletzten Stammkeepers Koen Casteels parierte in der 20. Minute einen Foulelfmeter von Petros Mantalos. Xaver Schlager hatte zuvor nach Ansicht von Referee Artur Dias (Portugal) Nenad Krsticic zu Fall gebracht. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung.

Wie dem auch sei: Der Offensivschwung der AEK war danach etwas dahin. Das Geschehen im wegen der Coronavirus-Pandemie nahezu menschenleeren Athener Olympia-Stadion (Zuschauer waren nicht zugelassen) spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab.

Mehmedi macht's mit Mumm

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Josip Brekalo seinen Teamkameraden Admir Mehmedi recht freistehend erspähte, ihm perfekt auflegte und der Schweizer per Direktschuss ins lange Eck erfolgreich war (45.+1).

Simoes sagenhaft zum 1:1

Nach dem Seitenwechsel hatte es zunächst den Anschein, als könne der VfL das Resultat ohne größere Probleme verwalten. Athen versuchte viel - fast ebenso viel misslang der AEK. Aber die Griechen ließen sich nicht entmutigen und wurden durch Traumtor ihres Kapitäns André Simões für ihren hohen Aufwand belohnt: Der 30-jährige Portugiese traf aus rund 25 Metern von ihm ausgesehen ins rechte obere Eck (64.).

Die "Wölfe" versuchten anschließend, ihr Offensivspiel wieder etwas zu forcieren. Die Betonung liegt auf "versuchten". Denn mehr als ein Freistoß von Maximilian Arnold aus recht weiter Entfernung, den Panagiotis Tsintotas wegfaustete (86.), entsprang ihren Angriffsbemühungen nicht.

Athens "Joker" Ansarifard sticht

Alles deutete bereits auf eine Verlängerung der zähen Auseinandersetzung hin, als sich Athens "Joker" Karim Ansarifard auf der linken Seite durchsetzte, unwiderstehlich in den VfL-Strafraum eindrang und Pervan mit einem Schuss ins kurze Eck bezwang (90.+4.). Kurz darauf pfiff Referee Dias ab und beendete damit Wolfsburgs Europa-Reise. Sie war in diesem Jahr nur ein Kurztrip.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 01.10.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 02.10.2020, 09:14

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