Zwickauer Magerkost gegen Freiburgs Youngster

Wieder kein Heimsieg für Zwickau: Nullnummer gegen Freiburg II 15:07 Min. Verfügbar bis 27.09.2022

Fußball | 3. Liga

Zwickauer Magerkost gegen Freiburgs Youngster

Es bleibt dabei, der FSV Zwickau wartet zuhause weiter auf den ersten Sieg. In einer zähen Partie gegen die Nachwuchsmannschaft des SC Freiburg kamen die Westsachsen nicht über ein 0:0 hinaus. Damit verharren die Enochs-Schützlinge weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Zwickaus Trainer Joe Enochs wechselte im Vergleich zum 2:0-Sieg in München auf drei Positionen. Luca Horn, Mike Könnecke und Ronny König begannen für die verletzten Can Coskun und Patrick Göbel sowie Lars Lokotsch. Gäste-Trainer Thomas Stamm nahm zum 0:1 gegen Braunschweig vier Veränderungen in der Startelf vor. Torwart Benjamin Uphoff war wieder zur ersten Mannschaft abgestellt und wurde durch Noah Atubolu ersetzt. Zudem begannen Robert Wagner, Emilio Kehrer und Vincent Vermeij für Julius Tauriainen, Patrick Kammerbauer sowie Lars Kehl.

Es fehlt die Präzision

Den Zwickauern merkte man das Bemühen an, hier etwas zu reißen. Doch so richtig riss die Partie keinen Zuschauer von den Sitzen. Leichte Gefahr strahlten die Gastgeber aus, wenn es über die Außen ging. Die wohl beste Möglichkeit im ersten Abschnitt ging an Johan Gomez (16.), der nach einem Starke-Zuspiel an der Strafraumgrenze lauerte. Der US-Boy wollte den Ball in den Winkel zirkeln – knapp vorbei.

Auch König schaltete sich immer wieder ein, blieb im Abschluss aber ohne Fortune. Die Freiburger profitierten zumeist von Fehlern der Rot-Weißen, die in etlichen Situationen zu halbherzig verteidigten. So hatte Kehrer zwei gute Chancen (39./42.), die er aber nicht nutzen konnte.  

Nkansah verletzt - FSV zieht kurz vor Schluss an

Nach dem Wechsel fehlte den Zwickauern weiter die Präzision. Zu der FSV-Verletztenliste kam zu allem Pech auch noch Abwehrspieler Steffen Nkansah hinzu, der in der 65. Minute angeschlagen vom Platz geführt wurde. Für ihn wurde Davy Frick eingewechselt. Obwohl die Westsachsen zumindest optisch für ein Übergewicht sorgten, wären sie in der 73. Minute fast in Rückstand geraten. Nach einem Fehler im Zwickauer Spielaufbau kam Vermeij in Ballbesitz und bediente Yannik Engelhardt, der aus kurzer Distanz an FSV-Keeper Johannes Brinkies scheiterte.

In der Schlussphase wurden die Hausherren noch einmal mobil. Nach einem Horn-Freistoß flog Marco Schikora heran, brachte die Kugel aber nicht im Tor unter. Zudem gab es Diskussionen, weil die Zwickauer gern in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter bekommen hätten. Schiedsrichter Patrick Hanslbauer winkte jedoch ab. Das war’s dann auch, dem FSV Zwickau gelang gegen insgesamt harmlose Breisgauer nicht allzu viel.

Das sagten die Trainer:

Thomas Stamm (SC Freiburg II): "Unterm Strich ist das Unentschieden gerecht, weil auf beiden Seiten wenige Chancen da waren. Trotzdem hatten wir mehr vom Spiel und hatten, glaube ich, auch die größte Chance im Spiel. Wenn wir uns da in unserer besten Phase von der 70. bis zur 80. Minute belohnen, dann nehmen wir die drei Punkte mit. Insgesamt gesehen nehmen wir den Zähler aber gerne mit."

Joe Enochs (FSV Zwickau): "Das war nicht mitreißend. Wir versuchen eigentlich immer, unsere Heimspiele mitreißend zu gestalten. In der ersten Halbzeit habe ich sehr viel vermisst. Von Leidenschaft bis zum Willen. Das ist enttäuschend. Heute war eine normale Freiburger Mannschaft zu schlagen. Das ist uns leider nicht gelungen. In der zweiten Hälfte haben wir dann ein bisschen Leidenschaft gezeigt und auf einmal ging es. Das erwarten wir über 90 Minuten von unserer Mannschaft zuhause."

jmd

MDR | Stand: 27.09.2021, 08:42

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