Traumtor von Jensen: Zwickau verabschiedet sich mit Heimsieg gegen Saarbrücken

Zwickau geht mit Sieg in die Sommerpause und verabschiedet sieben Spieler 10:00 Min. Verfügbar bis 22.05.2022

Fußball | 3. Liga

Traumtor von Jensen: Zwickau verabschiedet sich mit Heimsieg gegen Saarbrücken

Gute Vorstellung des FSV Zwickau: Gegen den 1. FC Saarbrücken holten die Westsachsen zum Saisonabschluss mit 2:0 ihren sechsten Heimsieg. Das Highlight des Spiels war ein Traumtor von Leon Jensen. Nach einem Platzverweis mussten die Gäste lange in Unterzahl spielen.

Zwickau verabschiedet vor dem Spiel Marcus Godinho

Vor der Partie wurden beim FSV Zwickau Leon Jensen, Marcus Godinho, Maurice Hehne, Ali Odabas, Maximilian Wolfram, Nils Miatke und Julius Reinhardt verabschiedet. Alle sieben Spieler werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Rot-Weißen auflaufen.

Viel Bewegung in beiden Startformationen

Im letzten Saisonspiel routierte Zwickaus Trainer Joe Enochs noch einmal und wechselte im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Lübeck auf sechs Positionen. Jozo Stanic, Yannik Möker, Leon Jensen, Nils Miatke, Ronny König und Davy Frick, der seine Ampelkarte aus dem Rostock-Spiel abgesessen hatte, fingen an. Sie ersetzten Mike Könnecke (5. Gelbe), Marius Hauptmann, Bastian Strietzel, Marco Schikora, Felix Drinkuth und Dustin Willms.

Saarbrückens Coach Lukas Kwasniok, der im Sommer nach Paderborn wechselt, hatte in der Startelf noch einen Wechsel mehr zu bieten und schickt zum 2:0 gegen Meppen diesmal sieben Neue aufs Feld: Bone Uaferro, Kianz Froese, Jayson Breitenbach, Maurice Deville, Lukas Schleimer, Julian Günther-Schmidt und Jose Pierre Vunguidica begannen.

Führung für Zwickau - Platzverweis Saarbrücken

Die Gäste aus dem Saarland waren ziemlich von der Rolle, was wohl auch den sieben Wechseln von FCS-Trainer Kwasniok geschuldet war. Dagegen präsentierten sich die Zwickauer mit viel Spielwitz und setzten die Saarländer sofort unter Druck. Nach 14 Minuten hätte es bereits im Tor der Blau-Schwarzen klingen müssen, doch Ronny König, der Saarbrückens Keeper Daniel Batz den Ball abluchste, schoss am leeren Tor vorbei. Zehn Minuten später war es dann aber soweit: Zwickau ging mit 1:0 in Führung. Und das nach einem Wahnsinnstor von Leon Jensen, der einen Freistoß aus 30 Metern in den rechten Winkel hämmerte. Batz war zwar dran, konnte den Ball aber nur noch an die Lattenunterkante lenken. Von da schlug das Leder ein. Ganz klar: Volltreffer der Woche.

Von den Saarländern war wenig zu sehen. In der 28. Minute gab es dann zumindest ein Achtungszeichen, als Froese einen Flatterball abschickte, den FSV-Schlussmann Johannes Brinkies sicher klärte. Fünf Minuten vor Ultimo der ersten Hälfte kam es knüppeldick für den FCS, denn Vunguidica sah nach einem Ellenbogencheck gegen Möker glatt Rot. Die Gäste nunmehr für den Rest der Spielzeit in Unterzahl.

Gastgeber legen nach

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig: Zwickau im Vorwärtsgang, die Saarbrücker standen tief. So langsam wurde das Kwasniok-Team dann aber doch etwas mutiger und hätte durchaus ein Tor erzielen können. In der 61. Minute zog Günther-Schmidt von rechts ab, Rasim Bulic hatte freie Bahn und bugsierte die Kugel über die Latte. Glück für Zwickau.

Dustin Wilms und Kianz Fröse im Zweikampf

Ansonsten ließen die Westsachsen nichts anbrennen und legten das 2:0 nach. König tankte sich in der 76. Minute durch. Sein Schuss wurde geblockt, doch der Abpraller landete bei Lars Lokotsch und der Mittelstürmer schob den Ball in die Maschen. Der sechste Heimsieg für den FSV Zwickau war perfekt. Am Ende springen die Zwickauer in der Tabelle noch etwas nach oben und beenden die Saison auf dem zehnten Rang. Wichtig für die Fernsehgelder, denn jeder bessere Platz zählt.

Stimmen der Zwickauer:

Trainer Joe Enochs: "Mit 51 Punkten kann man sehr stolz sein. Dennoch ärgern wir uns, dass wir uns nicht für den Pokal qualifiziert haben. Wie die Jungs das aber die ganze Saison gemacht haben: überragend. Ich sehne mich nach den Fans, dass wir wieder eine Heimmacht werden."

Leon Jensen: "Auch wenn die letzten Monate nicht so berauschend liefen, war das heute ein geiler Abschluss. Die Freude war, auch wenn ich sie nicht ausgestrahlt habe, mega groß. Beim Freistoß habe ich mir den Ball genommen und gesagt: Ich mach ihn jetzt."

Nils Miatke: "Wir wollten uns noch einmal mit einem positiven Erlebnis verabschieden. Und das ist uns gelungen. Wir haben ein ordentliches Spiel gezeigt. Wir hatten in der ersten Halbzeit Chancen, das Spiel eher zu entscheiden."

jmd

MDR | Stand: 22.05.2021, 17:58

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